Sonntag, 28. März 2010

Berlin im Bademantel

Edit vorab: Wer über den Bichvierling Blog kommt, der möge sich meine Antwort auch noch zu Gemüte führen.

Wenn Sie in Berlin komisch angeschaut werden, dann sehen Sie irgendwie anders aus als die anderen Kinder. Und zwar DEUTLICH anders. Falls Sie beimm heischen um Aufmerksamkeit auf Nummer sicher gehen wollen, würde ich Ihnen seit gestern einen Bademantel empfehlen. Denn damit kriegen Sie selbst in der Hauptstadt der Freaks Rückmeldungen.

Los ging es mit dem Frühstück in der Turnhalle. Wir trafen uns vor dem Laden, was immerhin verhinderte, dass ich alleine in den Schuppen musste. Tür auf, 7 Junge im Bademantel rein, Tür zu. „Kommt ihr direkt aus der Sauna?“ Nein, wir sind Fußball-Fans und bescheuert. Nachdem das am Anfang noch relativ unangenehm war im Bademantel durch die Gegend zu eiern, gewöhnt man sich da relativ schnell dran. Mit der Zeit wird alle normal.

Während die Jungs dann mit der Bahn fuhren, machten die tollste Frau von Welt wo gibt und ich mich per Auto auf dem Weg zum Olympia-Stadion, was zu dem Umstand führte, dass ich als einziger im Bademantel durch die Gegend schlurfte. Trotzdem gab es zwar jede Menge belustigte, aber keine wirklich negativen Reaktionen. Am Biergarten hinter dem Gästeeingang trafen sich dann die anderen Bekloppten. Insgesamt waren von den 30 Sailors ca. die Hälfte im unpassenden Outfit unterwegs. Wobei sich nun jeder selbst eine Meinung bilden soll, ob „unpassend“ nun mit oder ohne Bademantel heißt.

Auch im Stadion waren die Reaktionen nicht negativ, sondern pendelten eher von „Lustige Aktion“ bis „Mann seid ihr auf in der Birne“. Insgesamt war das wirklich eine coole Aktion. (Bilder gibt es hier) Es freut mich echt, dass so viele von uns mitgezogen haben. Und ehrlich gesagt, war das auch das beste am gestrigen Tage, denn das Spiel war das schlechteste der Saison und auch den Support konnte man vergessen. Ich würde ja jetzt sagen, dass man so eine Aktion nicht jeden Tag brauche, aber gestern kam Woddy mit einer neuen Idee um die Ecke: Eine Mottofahrt nach Nürnberg in weißem Unterhemd, Jogger, weißen Tennissocken und Adiletten.

Da sag noch einer es könnte nicht schlimmer werden.

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