Dienstag, 8. März 2011

Manuel Neuer und der Faustkampf in Disneyland

Ich hatte gestern und heute bei Facebook eine Diskussion mit Facebook-Freunden eines Blauen-Fans, den ich aus geschäftlichen Zusammenhängen kenne über Fußball und Gewalt. Das Ganze ging los über den Aufhänger „Schickeria vs. Manuel Neuer“, weil irgendjemand die Gruppe als „bescheuert“ empfindet, weil sie sich gegen Manuel Neuers Wechsel zu Bayner stellen. Ich merke zu, dass mir diese Denke sehr fremd ist, bzw. wie ich mich von vielen "normalen" Fans (dummes Wort, aber mir fällt kein anderes ein) entferne, weil für mich Fußball nicht das Streben nach maximalem Erfolg ist. Klar geht es auch darum, dass am Ende was zählbares dabei rausspringt, aber man darf dabei meiner Meinung nicht alle Prinzipien über Bord schmeißen. Und dass die Schickeria niemandem im Tor stehen haben möchte , der mit Ultras GE – und damit automatisch mit Ultras Nürnberg - dicke ist finde ich selbstverständlich. Vor allem angesichts der Tatsache, dass man mit Kraft einen talentierten Mann aus den eigenen Reihen hat. Klar hat der gegen Hannover einen Bock geschossen, aber das hat UGE Manu auch.

Man kann ja nun der Meinung sein, dass einen das egal ist, was die Fans in der Kurve zu dem Thema sagen, bzw. eine andere Meinung einnehmen, aber warum man die Fans dann für „bescheuert“ erklärt ist mir wirklich ein Rätsel. Aber diese Meinung findet sich ja auch unreflektiert und bar jeder Hintergrundinfo in diversen Zeitungen. Natürlich sind Becherwürfe auf einen Spieler unschön und zu vermeiden, aber das diskreditiert doch jetzt nicht das Anliegen an sich und macht alle Fans zu „Chaoten“. Lustiger Weise sind es manchmal dieselben Leute, die sich über die „Koan Neuer“-Schilder aufregen, die „der Jugend“ dann einen Werteverfall unterstellen. Dabei ist die „Koan Neuer“-Aktion eigentlich genau das Gegenteil, wenn man es mal auf der Meta-Ebene betrachtet: Überwiegend junge Menschen verschließe sich dem System des „Egal wie! Hauptsache Erfolg“ und halten Werte jenseits der Erfolgsmaximierung hoch. Diese bringen sie in einem demokratischen Prozess – Spruchbänder und Schilder – zum Ausdruck und wirken so auf die Vereinsführung ein. Auch wenn da mal der eine oder andere Bierbecher fliegt, reden wir hier nicht von bürgerkriegsähnlichen Zuständen. Man muss nun die Sicht der Schickeria nicht übernehmen – und das werden die Bayern Bosse auch nicht 1:1 tun – aber ich würde das einen ziemlich demokratischen Prozess nennen. Der richtige Weg um die Ausrichtung eines Vereines ist immer auch ein Ringen der unterschiedlichen Kräfte im Club.

Im weiteren Verlauf der Facebook-Diskussion kam das Thema dann – wie auch immer – auf Gewalt und endet in der Feststellung

Ein ECHTER Fussballfan hat nichts mit Gewalt zu tun. Mit Gewalt haben nur die asozialen Randgruppen die den Fussball nur für ihre asozialen Gewaltexzesse, als aktiver Beteiligter oder passiver Zuschauer, nutzen wollen zu tun. FANS sind das nicht, nur pseudo verkleidete asoziale Krebsgeschschulste der Gesellschaft!


Da waren sie dann mal wieder, alle Vorurteile, die man so kennt. Wenn man in vier Zeilen dreimal das Wort „asozial“ verwendet, dann muss es ja auch wirklich asozial sein, oder? Komischerweise kenne ich aber ECHTE Fußball-Fans, die sehr wohl was mit Gewalt zu tun haben. Es ist auch so eine Legende, dass erlebnisorientierte Menschen beim Fußball der Sport eigentlich egal ist. Aber egal. Es kann sein, dass das gegen mich spricht, aber ich bin durchaus bereit, beim Fußball ein gewisses Maß an Gewalt zu akzeptieren. Um das mal klarzustellen: Ich befürworte das nicht. Im Gegenteil lehne ich Gewalt beim Fußball für mich ab. Und ich finde es richtig, dass die Verantwortlichen alles dafür tun, um Fußball sicher zu machen. Ich kann auf die 80er-Jahre mit Blockstürmen wirklich dankend verzichten. Die Zeit in den 90ern als man mit den Gelsenkirchenern friedlich am Bierstand stand möchte ich aber auch nicht als mein Ideal an die Wnad pinseln. Ein bisschen Kribbeln muss bei einem Auswärtsspiel irgendwie auch sein. Fußball lebt von einer hohen Emotionalität und in diesem Grenzbereich werden immer Leute mal über die Stränge schlagen. Mir persönlich ist das lieber als wenn die Leute Fußball so teilnahmslos wie Kino verfolgen würden. Was – um das noch mal klarzustellen – nicht das ich evtl. Übergriffe gut finde. Die müssen klar geahndet werden.

Aber ich halte Leute, die eine 1:1 Auseinandersetzung mit Fäusten suchen auch nicht für die größte Gefahr nach Al Kaida . Auch wenn das selten wirklich 1:1 ist. Aber trotzdem ist es mir egal. Das ist nicht mein Hobby, aber ich halte es eben auch nicht für den Untergang des Abendlandes. Dieser spießbürgerliche Furor ist mir zuwider. Aber heutzutage steht ja jeder, der einen Bengalo zündet schon mit Osama bin Laden auf einer Stufe. Und das sage ich als jemand, der gegen Pyro ist. Wirklich schlimm wird es, wenn irgendwelche Hirsel meinen Flaschen zu werfen. Das ist zum kotzen, hochkriminell und schlimmer als jede Hool-Auseinandersetzung je sein könnte. Aber ein bisschen Thrill darf beim Fußball eben schon dabei sein. Und es ist ja nun wirklich nicht so, als wäre die Fahrt zu einem Fußballspiel mit einem Ausflug nach Beirut gleichzusetzen.

Vielleicht kann man es so zusammenfassen: Ich finde es gut, wenn man versucht Fußball möglichst friedlich zu halten, aber es gehört dazu, dass das manchmal nicht ganz gelingt.

Kommentare:

  1. Das 3x wiederholte Wort asozial hat seine Ursache in der Vermutung das eine Widerholung vielleicht zu Eingang in das Bewusstsein führen könnte, aber da scheint auch eine Wiederholung zwecklos. GEWALT ist und darf in einer aufgeklärten und rechtsstaatlichen Gesellschaft niemals Mittel der Kommunikation oder Auseinandersetzung sein und noch viel weniger hat es etwas beim Sport zu suchen. Chaoten die nicht dem Sport sondern ihrem eigenen Gewaltpotenzial anhängen nutzen den Deckmantel des Sports um ihre krankhaften Neigungen auszuleben. Sportanhänger, die man Fans nennt, sind das nicht, das sind Menschen die nicht wissen wie man sich sozial und richtig verhält, das sind Menschen deren Verhalten asozial ist.
    Du schreibst von Deiner Frau und Deinem Kind. Wickel doch Deinem Kind einen BVB Schaal um und wenn dann ein etwas grösseres Kind mit einem HSV Schaal kommt und Deinem Kind auf die Glocke haut wirst Du ihm hinterher erklären das das eben zum Fussball dazugehört??? Nein, so krank kann eigentlich niemand sein, aber ich unterstelle einfach auch zu vielen Menschen eine gewisse Grundintelligenz, und das ist gerade im Umfelld Fussball ein Fehler.

    Deine Verharmlosung von Gewalt beim Fussball, wenn sie denn einem gewissen "Ehrenkodex" von 1:1 entsprechen würde, ist nichts anderes als die Legitimierung, das Gutheissen und das Befürworten von Gewalt beim Sport. So etwas gehört unterbunden nicht nur bei denjenigen die es aktiv ausleben, sondern erst recht bei denen die derartige Reden schwingen. Aus meiner Sicht gehört Leuten wie Dir die Gewalt aktiv befürworten, so wie Du hier in Deinem blog, genauso wie den aktiven Gewalttätern das Stadion verboten. Man muss Euch die Plattform entziehen und die echten Fans, die Lust auf den Sport haben und fairen und sportlichen Umgang mit Gegener und eigener Mannschaft pflegen, vor Euch schützen.

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  2. Uwe Bende for president!

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  3. Krankhaften Neigungen, keine Grundintelligenz u. Kinder die sich auf die Glocke hauen. Sofort das Fürsorgerecht entziehen.

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  4. Dann muss man auch jedem Bayern das Oktoberfest, jedem Rheinländer den Karneval und jedem Bürger generell den Alkohol verbieten, Herr Bende. Alles Orte (bzw beim Alkohol Ursache), an denen Chaoten ihrem Gewaltpotential nachgeben und ihre krankhaften Neigungen unter dem Deckmantel einer Festivität ausleben. Verbieten wir dann bitte konsequenterweise auch SPORTARTEN wie Boxen, Karate oder Ringen. Sowas hat in einer aufgeklärten und rechtsstaatlichen (dass ich nicht lache!) Gesellschaft wirklich nichts verloren! Kosmetiker und Friseure machen sich übrigens auch regelmäßig einer Körperverletzung schuldig, die nur durch die Einwilligung des Kunden gedeckt wird. Sofort verbieten!

    Und jetzt mal im Ernst: In einer aufgeklärten, rechtsstaatlichen und vor allem toleranten Gesellschaft, bleibt es hoffentlich jedem selbst überlassen, wie er seinen Stadionbesuch gestaltet und wie nicht. Wenn sich da jetzt also zwei Kerle gegenseitig die Köpfe einschlagen wollen, sollen sie das doch bitte machen, solang sie beide damit im Reinen sind. Wo kein Kläger, da kein Richter. Und wenn einer von beiden damit ein Problem hat, wird er immernoch den Rechtsweg beschreiten können, um dem Täter seine gerechte Strafe zukommen zu lassen. Nachträglich, wie sich das für einen Rechtsstaat gehört.

    Was wir in unserer Gesellschaft wirklich nicht brauchen können, Herr Bende, sind Menschen wie Sie, die offenbar ohne große Ahnung der Materie eine große Menge von Menschen pauschal verurteilen, weil deren Verhalten nicht in ihr steriles Weltbild passt. Wenn Sie sich im Stadion nicht ausreichend sicher vor eventueller Gewalt oder vielleicht einigen wenigen unfairen Beleidigungen fühlen, dann bauen Sie sich doch bitte einen Panik-Raum in Ihren Keller, in dem Sie sich dann - vollkommen sicher! - per Fernseher die Lust auf den Sport nicht nehmen lassen. Genau das bewirken Ihre weltfremden Sicherheitsforderungen nämlich bei jenen, denen Sie das Fan-Sein absprechen, obwohl diese Menschen mit Sicherheit weitaus mehr Herzblut für Sport und Verein opfern, als Sie sich je vorzustellen wagen.

    Ihre haltlosen Behauptungen von "krankhaften Neigungen" oder das Anprangern fehlender "Grundintelligenz" im Bereich des Fußballs (willkommen in Deutschland, die Doppel-S-Variante gilt nur in der Schweiz) sind übrigens übelste Beleidigungen, für die Sie strafrechtlich sicherlich belangt werden könnten. An Ihrer Stelle wäre ich mit meinen moralisch elitären Forderungen und pauschalen Urteilen also etwas vorsichtiger...

    Grußlos verbleibt,
    Ihr anonymer Bewunderer

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  5. @ Uwe Bende:
    Ich habe doch erhebliche Zweifel, dass jemand wie Du, der nicht einmal Schal richtig schreiben kann, eine Berechtigung hat über Fußball, echte Fans und "Grundintelligenz" zu urteilen! Desweiteren: Wer lesen kann ist klar im Vorteil! Jemandem mehrfach zu unterstellen er befürworte und propagiere Gewalt, obwohl sich dieser jemand klar davon distanziert hat, ist schon erstaunlich, um nicht das Wort dämlich zu benutzen.

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  6. Eines mal Vorweg Herr Anonym, wer so wenig Rückgrat hat das er nicht zu seinen eigenen Worten mit seinem Namen steht und dann auch noch so einen Unsinn hier schreibt, der kann nun wirklich nicht erwarten das man ihn ernst nimmt.

    Ausnahmsweise beschäftige ich mich dennoch einmal mit den anonymen Worten.

    1. Es geht nicht darum den Alkohol zu verbieten. Der Zusammenhang Alkohol und Gewalt war zuvor nirgends thematisiert. Hier bauen Sie ein Thema auf, das niemand zuvor von uns in dieser Diskussion hatte. Es ist natürlich schlicht unsinn öffentlichen Alkoholausschank zu verbieten. Aber in dem Zusammenhang sei angemerkt das deutlich alkoholisierte Fussballfans in den Arenen Deutschlands eh vor Tür bleiben müssen. Wenn es auf der Kirmes oder sonst wo zu Gewalt kommt gilt das gleiche Prinzip wie an jedem anderen Ort in Deutschland auch: polizeilich eingreifen, verhindern, deeskalieren, gegebenfalls einsperren.

    2. Es bleibt jedem selbst überlassen wie er seinen Stadionbesuch gestaltet, sofern alles im Rahmen der gültigen Gesetze abläuft. Gewalt und Körperverletzung entspricht aber nicht den Gesetzen und da muss von staatlicher Seite eingegriffen werden weil es ein Grundsatz unserer Verfassung ist. Wenn einer dem anderen, auch mit dem Einverständnis des anderen, den Kopf einschlägt und ihn tötet wird er wegen fahrlässiger Tötung oder Mordes (und natürlich völlig zu recht) angeklagt. Alles andere wäre ja auch schwachsinn. Ihr Rechtsempfinden entspricht glücklicherweise nicht unserem Rechtssystem!

    3. Ich verurteile nicht pauschal, sondern nur die Gewalttätigen, die Gewaltbereiten und die die Dritte dazu aufrufen! Und von solchen Leuten die so etwas Anprangern Herr Anonym hatten wir von 1933 bis 1945 viel zu wenige in Deutschland!

    4. Gewaltbereitschaft hat nichts mit Fantum zu tun, absolut überhaupt nichts, es ist Ausdruck einer kranken Geisteswelt und hat auch nach Ansicht aller Offizieller, aller Fussballspieler und aller aktiv am Sport beteiligter dort nichts zu suchen. Sie sind auf einer Gewaltinsel die sie gerne legitimieren wollen. Ihre Luft aber wird immer dünner und ihre Möglichkeiten immer geringer, und das ist gut so!

    5. Es zeugt von allergrösster Unkenntnis das meine Äusserungen von fehlender Grundintelligenz (zu der Aussage stehe ich nach wie vor weil sie schlicht richtig ist) oder krankhaften Neigungen (was genauso richtig ist) übelste Beledigungen sind für die ich strafrechtlich belangt werden könnte. Wen, Herr Anonym, habe ich denn damit beleidigt? Die die Gewalt sähen, aktiv und passiv. Die Anzeige wegen Beleidigung die würde ich gern mal lesen und bei der Erstattung bei der Polizei würde ich gern Mäuschen spielen .. das dürfte dann ungefähr so aussehen:

    Herr Anonym: "Herr Polizist ich möchte gerne eine Anzeige wegen Beleidigung aufgeben."
    Polizist: " Ja dann kommen Sie bitte einmal mit. Um was geht es denn?"
    Herr Anonym: "Ja .. ich wurde im Internet beleidigt."
    Polizist: "Aha. Wass genau hat sich denn zugetragen."
    Herr Anonym: "Da hat jemand im Internet alle die bei Fussballspielen gewalttätig werden als Menschen mit fehlender Grundintelligenz und krankhafter Neigung bezeichnet."
    Polizist: "Und Sie fühlen sich jetzt angesprochen?"
    Herr Anonym: "Ja."
    Polizist: "Warum?"
    Herr Anonym: "Ja .. hmm .. wir sind ja jetzt hier bei der Polizei, da kann ich das jetzt eigentlich nicht so genau sagen, aber ich fühle mich beleidigt."
    Polizist: "Dann sagen Sie mir doch mal Ihren Namen und Ihre Anschrift."
    Herr Anonym: "Ähhmm .. muss das sein?"
    Polizist: "Ja."
    Herr Anonym: "Ich muss weg!"

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  7. "3. Ich verurteile nicht pauschal, sondern nur die Gewalttätigen, die Gewaltbereiten und die die Dritte dazu aufrufen! Und von solchen Leuten die so etwas Anprangern Herr Anonym hatten wir von 1933 bis 1945 viel zu wenige in Deutschland"

    Lieber Uwe Bende, ist es Ihnen nicht eigentlich selbst peinlich sich hier mit WIderstandskämpfern gegen das NS Regime auf eine Stufe zu stellen?

    Ich frag nur mal

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  8. @Herr Anonym Nummer 2.

    Welche gewagte Aussage! Wenn jemand der Schal fehlerhaft schreibt keine Berechtigung hätte über Fussball zu urteilen, dann hätte wohl nur einer von 1000 Stadionbesuchern diese Berechtigung.

    Hierzu will ich Ihnen aber was grundsätzliches sagen und selten hat es so sehr zugetroffen wie in Ihrem Fall. Mein demokratisches Grundverständnis beinhaltet das Recht auf die Äusserung der freien Meinung, auch Ihrer Meinung und sei sie mir noch so widerlich. Ich persönlich halte es da mit dem Genius Voltaire: "Ihre Meinung ist mir zwar widerlich, aber ich werde mich dafür totschlagen lassen, daß sie sie sagen dürfen."

    Gewalt hat der Autor des ersten Artikels mehrfach bei facebook als tolerabel und dem Fussball zugehörig formuliert. (wer lesen kann ist klar im Vorteil)

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  9. @Mauricius .. das habe ich nicht getan. Ich habe nur gesagt, das wir von Leuten die gegen Intolleranz und Ingnoranz aufbegehren in der Zeit von 1933 bis 1945 viel zu wenige hatten. Damit habe ich nicht die Widerstandskämpfer gemeint sondern die einfachen Leute die ihre Stimme erhoben und Missstände anzeigten (und davon gabs ne ganze Menge die heute keiner mehr kennt).
    Bezug hatte ich dabei auf den Absatz genommen der Meinung unterdrücken will weil sie dem Autor nicht genehm ist:
    "Was wir in unserer Gesellschaft wirklich nicht brauchen können, Herr Bende, sind Menschen wie Sie, die offenbar ohne große Ahnung der Materie eine große Menge von Menschen pauschal verurteilen, weil deren Verhalten nicht in ihr steriles Weltbild passt."

    So etwas erinnert stark an frühere Zeiten weshalb ich den Bezug herstellte. Auch damals haben die Gewaltbereiten und später auch Mächtigen die Meinung anderer ausgerottet und unterdrückt, daher die Nennung von 33 bis 45.

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  10. Lieber Uwe Bende,

    ich weiß nichtgenau, was in Ihrem Kopf vorgeht. Um ehrlich zu sein ist es mir auch egal. Dass Sie mich hier als Gewaltprediger darstellen ist auch Ihre Sache. Die Kust des Lesens ist nicht jedem gegeben.

    Dass Sie abeer hier Leute die Sie kritisieren auf eine Stufe mit SS und SA Schergen stellen schlägt wirklich dem Fass den Boden aus. Von meiner Seite aus gibt nicht mehr mit Ihnen zu besprechen.

    Schönes Leben noch

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  11. @Mauricius .. auch das habe ich nicht getan, das haben sie gerade unterstellt und getan.

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  12. Herr Bende, wenn sie nun schon den Vergleich mit dem NS-Regime bemühen, dann möchte ich Ihnen eine weitere Frage stellen: Wer von den hier Anwesenden hat denn ursprünglich gefordert, dass alle, die Gewalt tolerieren (als eben notwendiges Übel), aus den Stadien dieser Republik ausgesperrt werden? Wer von den hier Anwesenden hat pauschal Unmengen von Menschen, die sich nicht im Geringsten straffällig gemacht haben, als "krank" und "intelligenzbefreit" diffamiert?

    Und wer hat von 33-45 in Deutschland pauschalisiert und wenig Toleranz für andere Meinungen gezeigt?

    Denken Sie lieber mal darüber nach, was Sie hier schreiben. Eine gewaltfreie Welt, die Sie sich wünschen, ist Utopie. Ihr Gutmenschentum widert mich an. Was wäre denn, wenn Sie sich im Zuge eines gewalttätigen Angriffs im Stadion zur Wehr setzen? Damit sind sie ja dann plötzlich auch einer dieser widerwärtigen intelligenzbefreiten Fußball-""Fans"", die ihre krankhaften Neigungen im Deckmantel des Sports ausleben - zumindest nach Ihrer Definition. Differenzierung zwischen Angreifer und Verteidiger haben Sie nämlich genau so wenig betrieben wie zwischen jenen, die Gewalt aktiv ausüben und forcieren (was, um sie da als langjähriger Stadionbesucher eines Besseren zu belehren, im Stadion durch Videoüberwachung (Hallo Rechtsstaat, hallo notwendiger Anfangsverdacht!) und übertriebene Polizeipräsenz heutzutage einfach nicht mehr vorkommt - die sog. Hooligans treffen und verabreden sich fernab vom Fußball) und jenen, die wie MauriciusQ und ich diese Gewalt eben einfach als vorhanden hinnehmen, ohne sie zu fördern. In Ihren Augen ist das alles dasselbe, nur wer Gewalt strikt ablehnt (wie gesagt: auch im 21. Jahrhundert ist Gewaltfreiheit die reinste Utopie!) und dagegen vorgeht ist würdig, ein Fußballstadion zu besuchen. Ein gewisser Österreicher entschied auch mal, wer würdig ist, deutschen Boden zu besiedeln und wer nicht. Die anderen wurden, ganz Ihrer Forderung nach, weggesperrt...

    Im Übrigen bin ich im Rahmen eines Fußballspiels noch nie gewalttätig geworden, sodass sich ihr fiktiver Besuch auf der Polizeiwache eher so abspielen würde, dass ich dem Beamten problemlos mitteilen könnte, sie haben mich zu Unrecht einer krankhaften Neigung und fehlender Intelligenz bezichtigt.

    Verbreiten Sie also bitte gern weiter Ihre utopischen und moralisch-elitären Vorstellungen einer aufgeklärten Gesellschaft, während Herr Q und ich uns weiter daran erfreuen, dass primitive Sportarten wie Boxen oder Ringen im Fernsehen laufen und man sich im Stadion gegen Gewalt auch mit Gewalt zur Wher setzen darf, ohne dafür lebenslang ausgesperrt zu werden. Am Fußball herrschen eben andere Regeln als in den Chefetagen von irgendwelchen Großfirmen - zum Glück.

    Erneut grußlos,
    Ihr anonymer Bewunderer

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  13. Uwe Bende erobert die Lufthoheit über den Spießerstammtischen in den Kleingärten dieses, unseres Landes. Endlich können wir beruhigt schlafen - Prost!

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  14. 62 Strafanzeigen durch Körperverletzungen und Sachbeschädigungen, 36 Randalierer wurden in Gewahrsam genommen, 125 Platzverweise wurden ausgesprochen, 426 Personen musssten ärztlich versorgt werden, davon 120 Personen im Krankenhaus.

    Nein, ich rede nicht von den "Krawallen" bei einem Fußballspiel, sondern vom Rosenmontagszug in Mainz. In diesem Zusammenhang spricht man von einem eher "ruhigen" Rosenmontag.

    Man stelle sich diese Zahl mal bei einem Fußballspiel vor !!!! Was das ein Geschrei auslösen würde.

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