Montag, 30. August 2010

Dalai Lama 2.0

Gestern musste ich also das erste Mal seit unserem vorletzten Auswärtsspiel in Bochum wieder ein Spiel des Ballspielvereins zu Hause vor dem TV schauen. Mit erschreckenden Erkenntnissen. Ich hatte es wieder vergessen, aber es ist tatsächlich so, dass man nicht zu Staub zerfällt, wenn man nicht im Stadion ist. Ich weiß nicht genau, ob einen dieser Erkenntnis nun beruhigen oder eher erschrecken sollte, aber noch erschreckender fand ich dem Umstand Fußball einmal im Jahr zu Hause zu schauen gar nicht so grauenhaft. Im Gegenteil es war sogar sehr angenehm. Zeitlupen von BVB-Toren - Wahnsinn. Ich hatte kurz nach meiner Entscheidung nicht zu fahren mal Gewissensbisse, aber die legten sich relativ schnell und ich konnte das Spiel total genießen. Was nicht zuletzt dem Ergebnis geschuldet ist.

Dass ich kein schlechtes Gefühl hatte, ist schlicht dem Umstand geschuldet, dass die Gründe nicht zu fahren einfach erdrückend waren und unter rationalen Gesichtspunkten alternativlos. Dass heißt bei mir zwar in Bezug auf Fußball gar nichts, aber war wie die tollste Frau von Welt wo gibt mir gestern beschied, „endlich mal eine erwachsene Entscheidung“. Und ich bin meinem kruden Hirn sehr dankbar, dass es mir diese Entscheidung meine Gesundheit nicht zu ruinieren nicht damit versaute, dass ich ein schlechtes Gewissen hatte. Und ich bin wirklich froh, dass mir die Serie einfach egal ist. Serien sind, wenn man mal ehrlich ist, eh eine sehr egoistische Motivation. Klar ist es geil zu sagen, dass man 200 Spiele in Folge gesehen hat, aber das nützt dem Ballspielverein weniger als dem eigenen Ego und das sollte man in den Griff kriegen.

Wir lernen: Ich mache Fortschritte. Aus mir wird noch mal der Dalai Lama 2.0

Kommentare:

  1. ne bitte nicht zum dalai lama werden, dann würdest du ja nur noch blech reden, statt einen guten blog zu schreiben

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  2. Also, wenn Du meinen Blog weiser als den Dalai Lama findes, dann stimmt mit Deinem Koordinatensystem was nicht :)

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