Freitag, 9. Juli 2010

10 Kästen Kronen Pils

Ich habe auch immer wieder ein Talent mir Dinge an die Backe zu nageln, die mir ein Stück von meiner spärlichen Freizeit wegnagen. Okay, wenn man mal ehrlich ist, weiß ich mit meiner Freizeit eh nichts anzufangen, also so gesehen ist der Verlust zu verschmerzen. Und meistens schaffe ich es mir Projekte zu suchen, die mich innerlich ausfüllen. Die Hamburg Premiere von Oh Fortuna ist nun so ein Projekt bei dem ich langsam erahne wie viel Arbeit ich da reinstecken werde.

Wobei ich zugeben muss, dass das auch deutlich weniger Arbeit wäre, wenn ich nicht mal wieder den Anspruch hätte da das Maximum rauszuholen. Ich weiß immer nicht wirklich, ob mich mein eigenen Perfektionismus nervt oder ob ich den eigentlich ganz geil finde. Ich denke es ist eine Mischung aus beidem und in dem Fall profitiert die Sache davon. Denn der Gewinn der Veranstaltung – ich hoffe mal schwer, dass es welchen geben wird - wird ja zu Gunsten von „Viva con agua“ abgeführt. Also habe ich den Anspruch da das Maximum rauszuholen. Als persönliches Ziel habe ich mir da mal mindestens 2000€ netto Reingewinn vorgenommen. Was erst mal eine amtliche Zahl ist, wenn man überlegt, dass bei 91 Sitzplätzen im 3001 und 09€ Eintritt nur 819€ umgesetzt werden können. Abzüglich der Kosten für das Kino und der Kosten für den Film, bleibt da nicht mehr so viel hängen. Der Rest muss also über andere Kanäle kommen, z.B. Spenden. Und natürlich der Verkauf von Getränken. Ich werde daher die Theke in Eigenregie betreiben um da auch Geld zu generieren. Zum Glück haben sich schon ein paar Sailors als Helfer angeboten. Um hier das Maximum rauszuholen, habe ich über einen Kontakt den mir Johannes – der Regisseur des Films – gemacht hat, mit der Radeberger Gruppe gesprochen. Denn im Film wird schließlich Kronen Pils getrunken. Und auch wenn Kronen ein regionales Produkt ist, wollte ich halt, dass die mir ein paar Kästen Bier in die Runde werfen. Das spart die Einkaufskosten und passt zum Film. Zum Glück hatte ich einen super Draht zu dem Kollegen auf der anderen Seite des Telefons. Es folgte ein nettes Gespräch und die Zusage für 10 Kisten Kronen Pils. Schönen Dank auf diesem Wege.

Soweit, so gut. Allerdings ist Kronen Pils ja ein regionales Produkt. D.h. es gibt keinen Vertrieb in Hamburg. Die werden mir den Kram also irgendwo nach Dortmund liefern müssen und ich fahre ihn dann nach einem Fußballspiel in die Hansestadt. Ich werde mir also mal den Produktionswagen aus der Firma ausleihen, damit zum Fußball fahren und nachher das Ding mit 10 Kästen Kronen Pils vollmachen. Problem: Wo liefert man 10 Kästen Bier hin, wo die auch ein paar Tage stehen können, bis ich die abhole? Ich habe mal eine Mail an ein paar Leute geschrieben und vielleicht ist Hilfe in Sicht. Trotzdem auch ein Aufruf an Euch: Wenn ihr eine Garage oder so habt wo ich mal Bier zwischenlagern kann, dann meldet Euch. Oder wenn ihr zufällig die Tage auch noch mit einem Lastwagen nach Hamburg fahrt. Ich hätte da ein paar Kisten Bier, die ihr mitnehmen könntet. Super wahrscheinliches Szenario. Wenn das Bier in Hamburg ist, habe ich dann allerdings dasselbe Problem. Wo lagere ich den Kram? Wenn gar nichts geht wohl bei mir in der Wohnung. Wohnen zwischen Bierkisten. Ich mache mich dann mal auf ein paar Wochen „Leben im Asistyle“ gefasst.

Das Ganze ist auch nur eines der Probleme, die aktuell auf mich zukommen. Es gibt noch jede Menge andere Dinge in der Größenordnung. Und jedes macht mir genausoviel Spaß wie die Nummer mit dem Bier. Ich habe ja noch nicht mal richtig angefangen. Aber meine To Do Liste ist jetzt schon brechend voll und in meinem Kopf spuken jede Menge Ideen, wie man das ganze noch verbessern kann. Ich habe wirklich eine merkwürdige Vorstellung von Freizeit.

Dabei wollte ich eigentlich nur den Film sehen.

Kommentare:

  1. Moin!

    Ich hätte da nen Keller, der als Zwischenlager taugen würde...

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  2. Wenn du das Bier bei dir lagerst is am Ende nichts mehr da, lass dat ma!

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