Montag, 6. September 2010

Rückgabemodalitäten Tickets

Bitte macht diese Modalitäten überall bekannt:

Nach erneuter Rücksprache mit dem BVB gelten für die Rückgabe der Tickets nun die folgenden Bedingungen.

1. Es können alle Tickets zurückgegeben werden.

2. Die Tickets können persönlich oder per Post zurückgegeben werden. Bitte fügt der Rückgabe immer diesen ausgefüllten Vordruck bei.

3. Die Tickets sollten nach Möglichkeit bitte bis Mittwoch in der Geschäftsstelle eintreffen, um dem BVB die organisatorische Arbeit zu erleichtern. In Ausnahmefällen werden per Post eingeschickte Tickets, die Donnerstag oder Freitag eintreffen, ebenfalls angenommen werden. Gebt euch aber bitte Mühe das so schnell wie möglich zu erledigen, da uns der BVB da sehr entgegen gekommen ist.

Wir möchten uns für die entstandene Verwirrung entschuldigen. Aufgrund von Regel der DFL und der beim BVB nötigen organisatorischen Abläufe mussten unsere Planung aber leider verändert werden.

Wir können euch aber versichern, dass diese neuen Bedingungen die Erfolgsaussichten unseres Boykotts nicht verändert haben. Wir sind optimistisch, dass eine erhebliche Anzahl an Karten unverkauft nach Gelsenkirchen zurückgeschickt werden wird.

Außerdem arbeiten wir weiter intensiv daran euch möglichst bald erste Informationen zu einem geplanten Public Viewing des Spiels in Dortmund geben zu können.

P.S: Solltet ihr irgendwelche Probleme bei der Rückgabe der Tickets haben, so meldet euch bitte bei uns. Wir kümmern uns dann darum: info@gelbe-wand.de

Im Vorhof der Pathologie!

Letztens Beschied mir jemand bei uns aus dem Fanclub:


„Du übertreibst es mit dem Fußball. Jetzt willst Du Dir auch noch ein Büro in Dortmund suchen. Das ist doch krank. Manchmal frage ich mich, ob Du auch noch arbeitest“.


Das hat zugegebenermaßen ziemlich gesessen. Aus mehreren Gründen. Erstens, weil ich hoch allergisch bin, wenn es darum geht, dass ich nicht arbeiten würde. Höchstallergisch sogar. Denn unter diesem Blog steht ja nicht umsonst „Über den Versuch eines Hamburger BVB-Fans Job, Fußball und Frau in Einklang zu bringen“. Ich würde nie die Arbeit für Fußball schleifen lassen und dass ich gerne noch eine Büromöglichkeit in Dortmund hätte, ist ja eben dem Umstand geschuldet, dass ich an Wochenspieltagen eben nicht immer frei nehmen kann und will, sondern den Tag über arbeiten und Abends ohne schlechtes Gewissen ins Stadion gehen. Auch ansonsten hat mich der Vorwurf aber zugegebenermaßen ziemlich getroffen und nagt immer noch an mir. Vor allem, weil er aus einer Ecke kam wo man ihn nicht vermutete. Wenn das meine Eltern sagen würden, jemand aus meiner Firma oder der Milchmann, dann wäre das geschenkt. Aber wenn das jemand aus dem Schutzraum „Fanclub“ äußert, dann trifft das doch schon. Ziemlich sogar. Weil man ja eigentlich denkt, dass man da verstanden wird. Wenn Du Dir aus den eigenen Reihen anhörst, dass Du es übertreiben würdest, fängst Du an Dir Gedanken zu machen. Das ist als wenn Dir Deine Freundin sagt, dass sie Dich noch nie leiden konnte. Vielleicht haben die ja recht und ich bin pathologisch. Oder ich bin sozusagen – wenn man mir dieses Zitat erlauben will – „im Vorhof der Pathologie“. Aber mir gefällt es da gut. Die Wände sind so schön schwarz-gelb gestrichen.

Was soll ich auch machen? Ich habe noch nie so was wie Hobbys gehabt. Ich konnte mit meiner Freizeit noch nie großartig was anfangen. Mich hat noch nie viel außer Fußball interessiert und seit ich wieder zurück in die Fanszene gefunden habe fühle ich mich einfach pudelwohl. Und ja für mich heißt „Freizeit“ im Moment „Ballspielverein“. Soll ich mir jetzt eine Modelleisenbahn kaufen und jede Woche da zwei Stunden basteln, damit noch was anderes habe? Zwar sterbe ich dann vor Langeweile, aber ich habe wenigstens ein zweites Hobby? Ich war letztens sogar grillen. Seht ihr. Das ist doch mal was. Wobei ich fürchte, dass das nicht zählt, weil das ja mit dem Sailors war. Okay, okay, ich gebe es zu, meine sozialen Kontakte jenseits des Fußballs sind nicht sonderlich ausgeprägt. Ich fürchte ich nehme das mit dem „Nur der BVB“ sehr wörtlich im Moment. Das war als Kind schon nicht anders. Es war in der Familie Usus, dass man am Samstag Abend zusammen "Das aktuelle Sportstudio" schaut. Und es gab jedes mal Streit, wenn der BVB verloren hatte, weil ich mich weigerte mir das noch mal anschauen zu müssen und mein Vater dann stinksauer war.

Also muss ich wohl gestehen: Ich bin krank! Aber ich bin es irgendwie gerne.

Sonntag, 5. September 2010

Der Zweck scheinheiligt nicht jedes Mittel

Es gibt Sachen, die ich nicht verstehe. Zum Beispiel den Blogpost des Gelsenkirchener Blog „Stadioncheck“ in Bezug auf unseren Boykott. Und ich frage mich wirklich, was den Autor dieses Textes geritten hat? Und das meine ich ausnahmsweise mal ohne jede Häme in Bezug auf das Pack. Erst könnte mir der Autor freundlicherweise erklären, was der Begriff „Nazihochburg“ in einem – gerne auch kritischen – Bericht zum Derbyboykott zu suchen hat? Ich könnte ihm die Antwort aber auch schon geben: Nullkommanichts. Oder sind nun alle Initiatoren der Aktion Nazis. Oder jeder Dortmunder generell? Da fragt man sich: Wie billig muss eine Polemik sein, dass der Autor sie nicht nutzt? Der Zweck scheinheiligt eben nicht jedes Mittel. Aber ignorieren wir das einfach mal und setzen uns mit den Argumenten des blauen Schreiberlings auseinander.

Neben der übermäßig pathetischen Ausdrucksweise liegt die unfreiwillige Komik dieses Pamphlets vor allem darin begründet, dass die Etablierung “höherer Ticketpreise” längst stattgefunden hat. Ein Epizentrum dieser Entwicklung lag dabei mitten in der Neonazi-Hochburg rund 40 km östlich

Und das rechtfertigt jetzt genau was? Dass man das weiter klaglos hinnimmt und nichts macht? Und haben die Fans des geliebten Ballspielvereines vielleicht in einer internen Abstimmung die Preise im Westfalenstadion festgelegt? Was genau will der Autor damit erreichen, wenn der die Aktion kritisiert? Das wir alle weiter klaglos zusehen wie die Entwicklung ihren Lauf nimmt? Für was tritt denn der Stadioncheck-Blogger ein? Für ein höheres Preisniveau? Oder was ist sein Ziel?

Weiter führt der Autor aus:

Nun stellt sich allerdings die Frage, wieso es dann noch nie einen theatralischen Aufruf zum Boykott des Auswärtsspiel beim HSV gegeben hat. Schließlich bewegen sich die Hamburger Kartenpreise für Auswärtsfahrer großer Vereine seit Jahren in diesen Sphären. Letzte Saison etwa mussten Schalke-Fans 19,00 Euro für einen Stehplatz entrichten.

Und dass muss sich jetzt genau wer fragen lassen? Derjenige, der eine Aktion ins Leben ruft? Oder nicht lieber derjenige, der nichts macht? Die Preispolitik des HSV ist unter aller Kanone. Aber das kann doch nicht dafür herhalten, dass man das eigene Nicht-Handeln rechtfertigt. Oder frage ich einen, der sich für Viva con Agua einsetzt, warum er sich nicht lieber für den Tierschutz engagiert? So spießig argumentiert man sonst nicht mal auf dem Campingplatz. Ich werde jeden unterstützen, der gegen die Preispolitik des HSV zu Felde zieht, aber auch hier wieder die Frage: Was will der Autor erreichen? Oder ist es nicht einfach so, dass der überall Gespenster sieht?

Ich frage mich, wie weit die Wagenburg-Mentalität einiger Blauer inzwischen fortgeschritten ist, wenn man es nicht mal mehr beim Thema Ticketpreise aus dem Schützengraben schafft. Was denkt der Autor eigentlich? Dass da ein paar BVB-Fans sitzen und sich überlegen, wie man Gelsenkirchen ärgern könnte? Na gut, wir geben auf. Wir sind durchschaut. Weltexklusiv nun also die Enthüllung, wie der Derbyboykott geplant wurde. Ich habe den Dialog 1:1 mitgeschrieben.

„Lass doch mal den Blauen richtig eins auswischen“

„Mmmmmmh, super Plan. Aber was machen wir“

„Puh, weiß nicht. Scheiße“

„Hah, ich habe es. Wir gehen einfach nicht zum wichtigsten Spiel des Jahres“

„Super Idee, ich habe am 19.09. eh keine Zeit“

„Eben. Und wer braucht schon ein Derby?“

„Genau. Hauptsache wir ärger das Pack“

Es ist schon höchst amüsant, dass der Autor dem Aufruf unfreiwillige Komik unterstellt und nicht merkt, dass er schon längst mit einer roten Pappnase im Gesicht rum läuft.

Samstag, 4. September 2010

Es rollt was

Wir haben da ganz schön was ins Rollen gebracht. Das ist gut. Ich mag es, wenn Dinge rollen, denn nur so kann sich was ändern. Ob wir am Ende Erfolg haben werden, wird man sehen, aber im Moment arbeiten ganz schön viele Leute daran, die Preisgestaltung in deutschen Fußballstadien sozial zu halten. Das ist jetzt ziemlich hoch gegriffen von der Wortwahl, aber genau darum geht es. Fußball muss für alle Gesellschaftsschichten bezahlbar bleiben, sonst wird ein wichtiger Faktor des sozialen Ausgleichs in Deutschland erschüttert.

Und aus genau diesem Grund halte ich den Blog heute kurz. Es gibt so viel anders zu tun.

Freitag, 3. September 2010

Stell Dir vor, es ist Derby und keiner geht hin!

Heute gibt es statt eines Blogposts eine Erklärung zum anstehenden Derby

Hallo BVB Fans, hallo Fanclubs,

Bei der Überschrift werden die meisten wohl sagen: Unvorstellbar!

Für uns ist es das nicht mehr:
Wir werden das kommende Derby am Sonntag, 19.09.2010 mit allen Konsequenzen boykottieren. Einige Fanclubs haben bereits darauf verzichtet, ihr Ticketkontingent abzurufen, andere werden die zugeteilten Karten wieder zurück geben.
Warum?

Für das Derby wurden die Ticketpreise drastisch erhöht. Der Stehplatz kostet 22 €, die Sitzplätze im Schnitt 55 €. Wir sehen darin einen Versuch, höhere Ticketpreise zu etablieren und setzen uns dagegen zu Wehr. Es geht hier ausdrücklich nicht um eine Aktion gegen Gelsenkirchen (deren Fans die Problematik ebenso betrifft), sondern gegen eine langfristige Entwicklung, die dem Fußball insgesamt schadet. Wir sehen den Derbyboykott deshalb auch nur als Auftakt weiterer zukünftiger Aktionen unter dem Motto „Kein Zwanni für nen Steher". Langfristiges Ziel sind faire Eintrittspreise für alle Fans in allen Stadien.
Wie kann ich mich beteiligen?

Die bereits erworbenen Karten können zurück gegeben werden. Hierzu haben wir bereits die Zusage seitens des BVB, dass die Karten unkompliziert zurückgenommen werden. Die Kosten werden natürlich erstattet. Über das genaue Vorgehen werden wir Euch noch informieren. Parallel bemühen wir uns um eine Möglichkeit, das Derby gemeinsam in Dortmund verfolgen zu können.
Bringt der Verzicht etwas?

Jeder, der sich beteiligt, setzt ein deutliches Zeichen gegen diese Preisentwicklung. Je mehr mitmachen, desto stärker wird die Wirkung sein. Wir bitten Euch, Euch genau zu überlegen, ob Ihr diese Entwicklung unterstützen oder sie stoppen wollt. Je mehr Fans sich dem Boykott anschließen, desto größer sind die Erfolgsaussichten.
Schadet man damit der Mannschaft?

Natürlich fällt es schwer, den Verein im Derby nicht zu unterstützen. Wir wollen aber auch in Zukunft weiterhin farbenfrohe und lautstarke Kurven und nachfolgende Generationen, die die Faszination Fußball und Borussia im Stadion erleben können. Um dafür zu kämpfen, ist dieser Schritt leider notwendig. Die Mannschaft wird darüber informiert.

Wir werden uns in den nächsten Tagen noch einmal ausführlich zu diesem Thema äußern und die Hintergründe erläutern.

Schließt euch an – weist mit uns gemeinsam auf die Problematik hin und verzichtet auf das Derby am 19.09.2010 in Gelsenkirchen.

Gemeinsam können wir nun als Beispiel voran gehen und ein klares Zeichen gegen die Preistreibereien in Deutschland setzen! Schluss mit der Abzocke!

Nichts, für das es sich wirklich lohnt zu kämpfen, fällt einem leicht.

Im Namen der unterzeichnenden Fanclubs,

Daniel Lörcher (The Unity) und Marc Quambusch (Borussen Sailors Hamburg)

Unterstützer:

09 Promille Bonn,
1909 Dezibel - Harz,
1909% schwarzGELB Gaisbach,
AKLP,
Asselnerborussen,
Ater Flavus Nord,
Auf gute Freunde Hagen,
Baalberger Bierussen
Ball Heil Hurra,
Bastardos Datteln,
Beerfighter Werl,
Bekloppten Dreizehner 09,
Biene Majas Hinterland,
Bierussia Niedersachsen,
Bigge-Borussen,
Binger Borussen,
Binger Borussen,
Blackstars Werl,
Borussen Adler 2010,
Borussen Bulldocks,
Borussen Bulldogs,
Borussen Sailors Hamburg,
Borussenliebe Dortmund,
Borussenstolz,
Borussia Fanclub Ingelfingen,
Borussia Supporters Hamm,
Bottroper Hoppers,
BVB 09 Fanclub Schwarzes Gold,
BVB Fan Club Oeventrop Freienohl,
BVB Fan- und Förderabteilung,
BVB Fanatics Damme,
BVB Fanatics Luxemburg,
BVB Fanclub Abfahrt23,
BVB Fanclub Bochum-Stiepel,
BvB Fanclub Büren`78,
BVB Fanclub Ennigerloh,
BVB Fanclub Finnentrop-Sauerland,
BVB Fanclub Gib mich die Kirsche,
BVB Fanclub Giessen,
BVB Fanclub Hakort-City,
BVB Fanclub Heinrich - Czerkus,
BVB Fanclub Herford,
BVB Fanclub Lieseborussen,
BVB Fanclub Lippborg,
BVB Fanclub Lucas 18 Schwerte,
BVB Fanclub Niederelbe,
BVB Fanclub Phoenix aus der Asche,
BVB Fanclub Powerland,
BVB Fanclub Schmerzfrei Dortmund,
BVB Fanclub Selm e.V.,
BVB Fanclub Ungarn,
BVB Fanclub Waldeck,
BVB Fanclub Wittipower,
BVB Fangemeinschaft Arnsberg,
BVB Fans Dreierwalde - Aa POWER 198,
BVB Freunde Deutschland,
BVB Freunde Ennigerloh,
BVB Fundament,
BVB Korsaren Bodensee,
BVB Supporters Lennetal,
BVB Supporters Mömlingen,
BVB Supporters Münster,
BVB Supporters Rheinland,
BVB-Fanclub Bochum,
BVB-Fanclub Herdecke,
BVB-Fanclub International e.V.,
BVB-Fanclub NO WAY OUT,
BVB-Fan-Club TREUE DORTMUNDER`88,
BVB-Fans Altena,
BVB-Freunde Nord-West
BVB-Supporter Oberlausitz,
BVB-Supporters Marsberg,
BVB-Supporters-Berlin,
BVB-Supps Bocholt,
BvB-Tigers Belgium,
BVB-True-Love,
Companeros-Dortmund,
Das Trinkpack,
Der geile Fanclub,
DESPERADOS DORTMUND,
Die Evinger Sturmfalken,
Die Gefolgschaft,
Die Germanen kommen 1994,
Die Organisation,
Die Rhein-Borussen Düsseldorf,
Die Rhöngeier 1995,
Die Supporters Holzen,
Die Werretaler,
Die Wild-Hawkz 09,
DO Supporters Stadtlohn,
Dobergborussen 82
Dortmund Eagles,
Dortmunder Jungs Saerbeck '08,
Dortmunder Mädels,
DTS 98,
Eggeland Dringenberg,
EISBORUSSEN,
Ekstase09,
Ense Borussen,
Eternal Affection 09,
Fanatika Borussen,
Fanclub Schmallenberger Sauerland,
Fanclub-Vereinigung Tifosi und Borussen Bulls,
Fan-Projekt Dortmund,
Forza BVB Göttingen,
Freundeskreis Wickede,
Gorillas Dortmund,
Grafschaft Schwarz-Gelb e.V.,
Grenzgänger Borussen,
Haarstrang-Heroes Effeln,
Hagen-Süd,
HARZ 09,
Hattinger Union,
Heidekojoten - BVB Fanclub Soltau,
Herberner Borussen,
Hinterländer Jungs - BVB Supporters Gladenbach,
Hohenlimburger Jungs und Mädels,
HOWITOWN,
Ilmkreis-Borussen
Jäuster Ahlen,
JUBOS DORTMUND,
Kaiser Wilhelm
Kamener Jungs,
KommanDo Kuemmerling,
Kultclub Dortmund,
Legio Tremonia - Supporters Dortmund
Leine-Weser-Power,
Leones Novesia,
Magic Borussen,
Magic Goalgetter,
Mainborussen Aschaffenburg 09,
Mit Leib und Seele BVB,
MK-Borussen Sauerland,
Motivierte Lüner,
Nahetal Borussen e.V.,
NamenLoserMob,
Nordlands Kinder,
OB-VB 09,
Oeventrop Freienohl,
Optimisten Lippstadt e.V,.
OSTBORUSSEN,
Owl ist schwatz-gelb,
Piunborussen,
Projekt Borussen.TV,
Rainbow-Borussen,
Reisegruppe Elend,
Reisegruppe Löwe,
Rennsteig-Borussen,
Revierborussen,
Revierfreunde,
Rock the Block Schwerte,
Rude Boys Dortmund,
Ruhrporters09,
Russweiherborussen,
Saale Borussen,
Saarporters 09,
Schmallenberger Sauerland,
Schneller Reifen Hamburg,
Schwaben Supporters Ellwangen,
Schwabenborussen e.V.,
Schwarz Gelbe Devils Euskirchen,
Schwarz Gelbe Jungs Berlin,
Schwarz Gelbe Salzsäue Lüneburg,
Schwarz-Gelbe Revier Borussen,
Schwarz-Gelbe-Meisterjäger,
Schwarz-Gelber Süden,
schwatzgelb.de,
Sectatores-Tremoniae,
Sektion Thurgau,
Solitude Borussen,
SONNENKÖNIGE 93,
Spreeborussen Berlin 1993,
Supporters Dormagen,
Supporters Holzwickede,
Supporters Schwarz-Gelb,
Supporters Unlimited 2008,
Supporters Warburgerland,
THE UNITY,
THE WANDERERS MVTHE WANDERERS MV,
Totale Offensive BVB,
Treue 14er,
Treue Hammer,
Treue09er Beckum,
Treuen 09er Beckum,
Tupamados,
Turbos Hunsrück,
United South,
United Süd Supporters,
Unser ganzes Leben nur der BVB,
Zone 09

Donnerstag, 2. September 2010

Der Vollkasko-Fan

Nachdem ich mich gestern ja schon ein wenig über den Bestellvorgang beim BVB in Bezug auf die Europaleague-Karten ausgeheult habe, kann ich da ja eigentlich weitermachen. Man ist schließlich alt und damit wird man immer mehr wie Walldorf und Stattler und ist nur noch am meckern, meckern, meckern. Wo wir also gerade auf dem Kreuzzug sind, wird es mal Zeit die Europacup-Lutscher ins Visier zu nehmen. Also diejenigen, die immer extrem viel reden, ankündigen zu fahren und bei denen man dann weiß, dass sie doch niemals handeln. Um jetzt keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Ich finde es überhaupt nicht schlimm, wenn Leute nicht fahren können, weil sie entweder kein Geld oder keine Zeit haben. Das ist das normalste von der Welt und es ist eher die Ausnahme, dass man das alles schafft. Denjenigen, die nach der Auslosung bereits beim Umsteigen in London buchen konnten, weil sie sowohl Zeit als auch Geld haben und sicher sein können, dass sie eine Karte bekommen, haben meinen vollsten (positiven) Neid.

Was dagegen nervt sind diejenigen, die lautstark ankündigen, dass sie fahren wollen, wenn denn alles klappt. Man würde ja sofort buchen, wenn man sicher wüsste, dass man ein Ticket bekommt. Und mit dem Chef muss man auch noch mal reden. Und man will erst mal abwarten, weil man ja mit anderen zusammen reisen will. „Wie fahrt ihr denn?“ Und dann stellt man im Laufe der Zeit fest, dass die Preise gestiegen sind und das auf einmal doch zu teuer ist. Aber man hätte ja gebucht, wenn die Umstände nicht wären. Böse Welt. So ist das Leben eben. Ich habe auch noch nicht alles gebucht, weil ich gerade nicht das Geld habe alles durchzubuchen und eben auch noch nicht mit meinem Arbeitgeber reden konnte. Das mit meinem Arbeitgeber ist eh nicht planbar. Der ist extrem tolerant, aber es kann mir auch kurzfristig passieren, dass ein Projekt reinkommt, dass mir die Fahrt zu nichts macht. Ich arbeite halt nicht bei der Post. Dann müsste ich halt Kohle in den Wind schreiben. Und ich sitze gerade auch nicht auf einem Sack mit Gold. Aber irgendein Risiko hat man halt immer, wenn man nicht gerade reicher Privatier ist.

Auch wenn es sich dabei nur um eine Gruppe handelt (Gruß von Magath): Mich nervt diese Vollkasko-Mentalität. Man will alles auf dem Silbertablett serviert bekommen und bloß kein Risiko eingehen. Auf keinen Fall buchen und dann feststellen, dass man doch keine Zeit hat. Ich ziehe den Ausdruck Vollkaskomentlität zurück. Das würde ja heißen, dass man sich gegen Risiken absichert. Man geht aber stattdessen keine Risiken ein.

Selbstmord aus Angst vor dem Tod.

Mittwoch, 1. September 2010

Neulich bei der Kartenbestellung

Ich wollte die Montag meine Dauerkarte in die drei Tickets für die Heimspiele der Europaleague-Gruppenphase umwandeln. Also mal online gegangen und bei bvb.de den Ticketshop angeclickt. Dummerweise konnte ich mich nicht einloggen. Was soll den der Scheiß?


Ich habe Schwierigkeiten mit der Buchung, an wen kann ich mich wenden?
Sollten Sie mit der Buchung in unserem BVB-Online-Ticketshop Schwierigkeiten haben, können Sie sich montags bis sonntags in der Zeit von 8:00 bis 20:00 Uhr entweder per E-Mail (kundenservice-bvb@eventim.de) oder unter der Rufnummer 01805 – 51 53 04 (0,14 €/min., Mobilfunkpreise max. 0,42 €/min.) an unsere Onlineshopbetreuung wenden.


Das klingt doch sinnvoll, also greift man zum Rohr „Guten Tag, ich kann mich nicht einloggen“. Freundlich wurde mir geholfen und mein Anmeldename genannt, der nicht deckungsgleich ist mit dem bei bvb.de und den ich schlicht vergessen hatte. Aber wo kann ich denn jetzt meine DK umwandeln? Ich halte mich im allgemeinen für recht netzaffin und nicht dumm, aber ich sah nichts, was darauf hindeuten würde, das man hier eine Karte für die EL bekommt Die Kollegin von Eventim lustigerweise auch nicht. Sie vermutete einen Fehler im System. Probieren Sie es heute Abend noch mal. Ein „Fehler im System“ und „probieren Sie es später“ ist übrigens das Synonym für „Ich weiß es auch nicht und will es Ihnen so nicht sagen und hoffe, dass sich dann wer anders darum kümmert“. Am nächsten Tag loggte ich mich wieder ein, um festzustellen, dass ich wieder an der Hürde scheiterte den Punkt zu finden, wo ich meine Karten umwandeln kann. Also griffen ich mal wieder zum Hörer, um erneut festzustellen, dass die Mitarbeiterin – natürlich nicht dieselbe – es wieder auch nicht wusste. Ob ich denn eine Option hätte. „Na, ich habe doch einen Sitzplatz“. „Ja, aber sie können zu Beginn der Saison ankreuzen, ob der mit Option ist oder nicht“. Was? Seit wann das denn? Oh Gott, habe ich was übersehen? Nämlich die Auswahlmöglichkeit zwischen „Wollen Sie den BVB auch in der Europaleague sehen“ und „Ich erkläre unwiderruflich den BVB niemals, aber auch unter keinen Umständen in der Euopaleague verfolgen zu wollen und verzichte lebenslang auf meine Karten für alles was nur nach Europapokal riecht“? Und habe ich – hektisch wie ich bin – mein Kreuz bei Möglichkeit zwei gemacht? Schreckliche Bilder zogen in mir hoch. Der BVB im Halbfinale gegen Liverpool und ein weinender MauriciusQ vor der Tür, der leider nicht reindarf. Ich bekam noch die Nummer der Geschäftsstelle und den Rat dort anzurufen. Aber geistig fühlte ich mich schon auf dem Weg zum Galgen. Adieu Europapokal!

„Guten Tag, ich habe Probleme bei der Kartenbestellung. Habe ich vielleicht keine Option für die EL? “ „Geben Sie mir doch mal ihren Login“ Sehr gerne. „Ah, Herr Quambusch“. Wie jetzt „Ah, Herr Quambusch“? Kennt man sich? Sie sagt das „Herr Quambusch“ eindeutig so, als würde man sich kennen. Ich kenne ja nun auch inzwischen ein paar Leute die beim BVB arbeiten, aber die Stimme kommt mir nicht vertraut vor. Aber egal. „Wieso Option? Sie haben doch einen Sitzplatz“. Super, erst wird man verunsichert und nun wirkt man auch noch doof. Was soll man da sagen? „Sie müssen das entschuldigen, ich habe mich weinend vorm Stadion gesehen und war verunsichert?“ klingt irgendwie extrem unmännlich. Ich sagte daher möglichst cool „Sag ich ja“ und klang dabei reichlich bescheuert. Wie dem auch sei: Die weibliche Stimme am Rohr war nicht nur freundlich, sondern auch kompetent und führte mich durchs Menü. Wie bereits erwähnt halte ich mich nicht für ganz dumm, was so was angeht, aber der Buchungsvorgang beim BVB ist wie mit einer Frau Tango zu tanzen. Sie will geführt werden. Und jeder Fehlschritt macht alles zu nichte. Wobei man sich auch nicht mich Bewegungslegastheniker beim Tango tanzen vorstellen will. Aber egal, ich brauche ein Bild und der Buchungsvorgang beim BVB ist nichts, was unter der Rubrik "leicht und verständlich" zu suchen wäre. „Finden Sie nicht, dass der Buchungsvorgang etwas kompliziert ist?“ sage ich und frage mich dabei immer noch, ob ich vielleicht doch einfach zu doof bin, nur um das erleichtert festzustellen, dass ein System auch idiotensicher sein muss, ich also definitiv aus dem Schneider bin und mit gutem Gewissen blöd sein kann. „Wäre das kein Thema für den Blog?“ höre ich am anderen Ende der Leitung. Ach daher weht der Wind. Hier kann man nicht mal mehr unerkannt im BVB System rumstümpern. Aber wo sie recht hat, hat sie recht. Ist ein Thema für den Blog. Ein ziemlich langes sogar, wie ich gerade feststelle.

Nur wie komme ich jetzt raus aus der Nummer, dass ich dabei doch irgendwie ein wenig dümmlich wirke?