Eddie hat meinen gestrigen Blogpost zum Frankfurt-Spiel im Eintrachtforum verlinkt. Das heißt für mich: Jede Menge Besucher und natürlich diverse Kommentare und sogar das "Commando Gießen" hat mich in seinem Forum verlinkt. Unter den Kommentaren waren neben den zu erwartenden Beleidigungen im Stile von „wer wind säht,wir sturm ernten
du zecke“ durchaus auch ernsthafte Diskussionsbeiträge, wie z.B. dieser hier:
„Jaja, die Frankurter Fans sind alles Verbrecher; die Ultras Frankfurt ganz besonders. Meine Fresse, was für eine billige Verallgemeinerung. Die Dortmunder haben letztes Jahr auch Sachen geklaut und zwar auch von irgendeinem Fanclub. Muss nicht sein, genauso wie die Aktionen einiger (weniger) Frankfurter am Samstag. Aber Verallgemeinerungen nach dem Motto "alle Frankfurter sind Assis" sind billig und daneben. FFM hat eine der lebendigsten Fankulturen des Landes und daran haben die Ultras großen Anteil. Wer das verkennt, hat keine Ahnung...“
Die hier vom Autor geäußerte Kritik nehme ich durchaus ernst. In der Tat gehörte der gestrige Post nicht unbedingt zu meinem stärksten. Ich hatte einen Kater, war emotional aufgewühlt und in Zeitdruck. Ich würde den heute so nicht mehr schreiben. Was nichts daran ändert, dass ich Leute die anderen Menschen Schals zocken zum Kotzen finde. Und ja liebe Frankfurter, auch Leute, die anderen Leuten Fahnen zocken. Diese billige Rechtfertigung von Euch trägt aber auch nicht weiter als ein Schwein schwimmen kann. „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ hat einer in den Kommentaren geschrieben. Bibelfest und asozial ist ja auch mal was. Aber inhaltlich hat der Autor des Kommentars durchaus Recht. Frankfurt hat eine lebendige Fanszene. Wenn es aber ums zocken von Sachen und tätliche Angriffe auf Leute geht, ist mir das zu lebhaft.
Sehr amüsiert dagegen habe ich mich über folgenden Post im Eintrachtforum: „Ich fasse es nicht, der war mal mein Chefredakteur beim Praktikum hier in Hamburg. Hab bei dem Haufen irgendwie kein Land gesehen, da meine Texte nicht den Vorstellungen entsprachen... Ich habe so gut wie nix gelernt, weil ich einfach nie gewusst habe, was ich denn falsch mache bzw. verbessern könnte. Bei der Rechtschreibung wird mir jetzt einiges klar... Peinlich!“
Ab gesehen davon, dass er mit der Rechtschreibung durchaus Recht hat – ich bin unfassbar flusig, was so was angeht und der Zeitdruck unter dem ich oft die Postings erstelle macht es nicht besser – und dass er - wenn ich mich meine Erinnerung nicht täuscht, wer hinter seiner Mailadresse steckt – einer der unmotiviertesten Praktikanten die wir jemals hatten war, merke ich durch solche Aktionen langsam schon, dass ich durch meinen Blog eben eine sehr öffentliche Person bin. Ich habe mich ja bewusst entschieden de facto unter meinem Klarnamen zu bloggen und auch mit Teilen meines sonstigen Lebens offen umzugehen. Ich finde es feige, sich hinter Pseudonymen wie Rappelwurst1970 oder sonst was zu verstecken. Auch und gerade weil dieser Blog natürlich viele Brüche meiner Person offenbart. Trotzdem ist es natürlich manchmal auch ein komisches Gefühl so gläsern zu sein. Und was da steht, steht da halt. Das interessiert keinen, wie früh am morgen ich es geschrieben habe, ob ich verkatert oder schlecht gelaunt war. Würde mich wundern, wenn mir da nicht irgendwann irgendwas auf die Füße fällt.
Aber bei allem was man mir sonst zurecht vorwerfen kann: Feige war ich noch nie.
Edit: Der Kollege Ex-Praktikant hat mir auf meine Mail geantwortet die ich ihm geschrieben habe und war wohl etwas überrascht, dass es doch nicht so anonym ist, wie der dachte ;)
Montag, 31. August 2009
Sonntag, 30. August 2009
Die Hauptstadt des Verbrechens und ihre asozialen Söhne
So, diesen Satz den Sie hier lesen ist der 15. Versuch eines ersten Satzes für den Blogpost über den gestrigen Spieltag. Alles anderen 14 habe ich wieder gelöscht, weil ich nicht richtig weiß, wie ich anfangen soll. Ich habe nämlich keine klare Meinung zum gestrigen Tag. Zumindest keine einheitliche. Gefühlt war der Tag für mich ganz okay, was den Spaßfaktor angeht. Aber es gibt drei Dinge, die mir komplett auf den Sack gegangen sind.
Als erstes z.B. das Spiel. Ich habe keine Ahnung, warum aber unser Team spielt im Moment echt scheiße. Es ist mir ein Rätsel, was aus der souveränen Mannschaft vom Ende der letzten Rückrunde geworden ist. Das Spiel gestern hätten wir locker verlieren können, wenn der Schiri das erste Tor der Frankfurter gibt oder der Kopfball kurz vor Schluss reingeht. Und wir hätten es locker gewinnen können, wenn wir nicht so ein dämliches Tor bekommen und mal in der Lage sind ein schmutziges Spiel zu gewinnen. Sind wir aber – ich hoffe NOCH – nicht. Aber von allen Dingen stört mich das Spiel unser Mannschaft aber am wenigsten. Ich habe Vertrauen in Jürgen Klopp. Der wird die Mannschaft schon wieder hinbekommen. Und wenn man insgesamt nicht so gut spielt und trotzdem 5 Punkte holt, dann ist das völlig okay. Ich mach mir insgesamt um die Saison wenig Sorgen. Wobei ich auch nicht den Anspruch habe unbedingt Fünfter werden zu müssen. Einstelliger Tabellenplatz ist völlig okay.
Das zweite was gestern genervt hat ist die unfassbare Asozialität der Frankfurter Fans. Wie sie in zivil bei uns vor der Kurve rum geschlichen sind, um uns auszukundschaften. Winnetou wäre echt stolz auf sie. Und wie sie Anfang der zweiten Halbzeit jede Menge geklaute BVB Sachen präsentiert haben. Meine Damen und Herren, Applaus für die Hauptstadt des Verbrechens und ihre asozialen Söhne. Mich nervt es, dass Fußball in Frankfurt einfach keinen Spaß macht, weil geistig verwirrte das Ganze mit einem Krieg verwechseln. Ganz im ernst : Nichts an Euch ist cool oder toll oder besonders. Außer besonders dumm und besonders kriminell. Haut doch bitte einfach nach Italien ab. Da könnt ihr den bösen Ultra spielen und glauben, dass ihr was ganz großes seid, weil ihr anderen Leuten ihre teuer erworbenen Dinge abnehmt. Und bis dahin geht einfach sterben. Hängt Euch auf oder spring von einer Brücke. Es ist mir egal wie ihr es macht, Hauptsache ihr befreit die Welt vom Elend Eurer Existenz. Auf Euch würde ich nicht mal pissen, wenn ihr brennt.
Der dritte Punkt ist der, der mich am meisten nervt: Die Stimmung auf unserer Seite gestern war echt scheiße. So was kann echt nicht angehen. Der Stehblock war voll von Leuten mit Trikots von vor vier bis acht Jahren, denen Du schon ansiehst, dass sie aus der Region kommen und sonst nie zu Spielen gehen. Und das ist auch gut so. Ich hörte ich von überall her Gemecker an Zidan, Subotic und an der Mannschaft als solches, während nur von einem geringen Teil der Leute dauerhaft gesungen wurde. Ich habe keine Lust mit geistigen Osttribünenbesuchern im Block zu stehen. Wieso kommen solche Leute an Stehplatzkarten? Und vor allem wie? Ich schäme mich für die Stimmung gestern. Das war einer der schlechtesten BVB Auswärtssupport der letzten Zeit. Natürlich gibt es Vereine für die unser Auftritt gestern noch ein guter Support gewesen wäre. Aber messen wir uns jetzt schon mit dem VfB Stuttgart?
Singt oder sterbt!
Als erstes z.B. das Spiel. Ich habe keine Ahnung, warum aber unser Team spielt im Moment echt scheiße. Es ist mir ein Rätsel, was aus der souveränen Mannschaft vom Ende der letzten Rückrunde geworden ist. Das Spiel gestern hätten wir locker verlieren können, wenn der Schiri das erste Tor der Frankfurter gibt oder der Kopfball kurz vor Schluss reingeht. Und wir hätten es locker gewinnen können, wenn wir nicht so ein dämliches Tor bekommen und mal in der Lage sind ein schmutziges Spiel zu gewinnen. Sind wir aber – ich hoffe NOCH – nicht. Aber von allen Dingen stört mich das Spiel unser Mannschaft aber am wenigsten. Ich habe Vertrauen in Jürgen Klopp. Der wird die Mannschaft schon wieder hinbekommen. Und wenn man insgesamt nicht so gut spielt und trotzdem 5 Punkte holt, dann ist das völlig okay. Ich mach mir insgesamt um die Saison wenig Sorgen. Wobei ich auch nicht den Anspruch habe unbedingt Fünfter werden zu müssen. Einstelliger Tabellenplatz ist völlig okay.
Das zweite was gestern genervt hat ist die unfassbare Asozialität der Frankfurter Fans. Wie sie in zivil bei uns vor der Kurve rum geschlichen sind, um uns auszukundschaften. Winnetou wäre echt stolz auf sie. Und wie sie Anfang der zweiten Halbzeit jede Menge geklaute BVB Sachen präsentiert haben. Meine Damen und Herren, Applaus für die Hauptstadt des Verbrechens und ihre asozialen Söhne. Mich nervt es, dass Fußball in Frankfurt einfach keinen Spaß macht, weil geistig verwirrte das Ganze mit einem Krieg verwechseln. Ganz im ernst : Nichts an Euch ist cool oder toll oder besonders. Außer besonders dumm und besonders kriminell. Haut doch bitte einfach nach Italien ab. Da könnt ihr den bösen Ultra spielen und glauben, dass ihr was ganz großes seid, weil ihr anderen Leuten ihre teuer erworbenen Dinge abnehmt. Und bis dahin geht einfach sterben. Hängt Euch auf oder spring von einer Brücke. Es ist mir egal wie ihr es macht, Hauptsache ihr befreit die Welt vom Elend Eurer Existenz. Auf Euch würde ich nicht mal pissen, wenn ihr brennt.
Der dritte Punkt ist der, der mich am meisten nervt: Die Stimmung auf unserer Seite gestern war echt scheiße. So was kann echt nicht angehen. Der Stehblock war voll von Leuten mit Trikots von vor vier bis acht Jahren, denen Du schon ansiehst, dass sie aus der Region kommen und sonst nie zu Spielen gehen. Und das ist auch gut so. Ich hörte ich von überall her Gemecker an Zidan, Subotic und an der Mannschaft als solches, während nur von einem geringen Teil der Leute dauerhaft gesungen wurde. Ich habe keine Lust mit geistigen Osttribünenbesuchern im Block zu stehen. Wieso kommen solche Leute an Stehplatzkarten? Und vor allem wie? Ich schäme mich für die Stimmung gestern. Das war einer der schlechtesten BVB Auswärtssupport der letzten Zeit. Natürlich gibt es Vereine für die unser Auftritt gestern noch ein guter Support gewesen wäre. Aber messen wir uns jetzt schon mit dem VfB Stuttgart?
Singt oder sterbt!
Samstag, 29. August 2009
Ich und mein Kater auf dem Weg nach Frankfurt
Fußball-Fan sein hat was latent Asoziales. Nachdem wir uns 10 Tage nicht gesehen haben, ist gestern Abend die tollste Frau von Welt wo gibt wiedergekommen. Und was mache ich? Ich fahre am nächsten Morgen erst mal schön zum Fußball nach Frankfurt. Ich könnte jeden verstehen, der das nicht versteht. Ich würde auch gerade ehrlich gesagt lieber ausschlafen und mich mit ihr befassen als zum Fußball zu fahren. Vor allem angesichts der Tatsache, dass wir gestern Firmenfeier hatten bei der ich bis zum bitteren Ende blieb und heute einen Mordskater mit mir rumschleppe. Ich bin übrigens mal gespannt, was die Kollegen sagen, wenn sie Montag in die Firma kommen und feststellen, dass die Wand hinter dem Kopierer nun mit Bilder geschmückt sind, die entstehen, wenn man den Kopf auf den Kopierer drückt. Zwei Kollegen, zwanzig Bier und ich fanden das gestern nämlich eine mordswitzige Idee. Ich schätze mal , dass die Glasplatte des Kopieres nun auch ziemlich fettverschmiert ist. Ärger mit der Geschäftsführung ist aber eher nicht zu erwarten. Einer von denen war mit dabei. Ich liebe meinen Job.
Aber ich freu mich auf jeden Fall sehr heute nach Hause zu kommen und zu wissen, dass da wieder der Mensch ist, der mir eine Heimat im Leben gibt und ein Anker in der stürmischen See ist. Endlich wieder unsere geliebten Rituale und zum Höhepunkt Morgen der sonntägliche Streit über den DSF Doppelpass. Wie dem auch sei, jetzt geht es erst mal nach Frankfurt zum Versuch sowohl mit drei Punkten als auch mit Zähnen wieder zu kommen. Verlieren ist nicht drin, denn sowohl einer meiner Geschäftsführer als auch Eddie sind Eintracht-Fans.
Auf geht´s Dortmund, kämpfen und siegen, ich will mich Montag ins Büro trauen!
Aber ich freu mich auf jeden Fall sehr heute nach Hause zu kommen und zu wissen, dass da wieder der Mensch ist, der mir eine Heimat im Leben gibt und ein Anker in der stürmischen See ist. Endlich wieder unsere geliebten Rituale und zum Höhepunkt Morgen der sonntägliche Streit über den DSF Doppelpass. Wie dem auch sei, jetzt geht es erst mal nach Frankfurt zum Versuch sowohl mit drei Punkten als auch mit Zähnen wieder zu kommen. Verlieren ist nicht drin, denn sowohl einer meiner Geschäftsführer als auch Eddie sind Eintracht-Fans.
Auf geht´s Dortmund, kämpfen und siegen, ich will mich Montag ins Büro trauen!
Freitag, 28. August 2009
„Da hat man was fürs Leben“ vs. „Das Konsumopfer“
Oft muss ich mich fragen, ob ich doof bin, weil ich komische Sachen mache. Wie über mehrer hundert Kilometer zum Fußball fahren z.B. Etwas, was man Außenstehenden nur schwer vermitteln kann. Manchmal muss ich mich aber nicht mal mehr fragen, weil ich schlicht und ergreifend den direkten Beweis sofort antrete. Beispiel gefällig? Ich hab gestern die Premium Ausgabe von „Ein Jahrhundert Borussia Dortmund“ im Schwatzgelb-Shop bei Amazon vorbestellt. Die kostet mal schlappe 99€. Total bescheuert, irre Preistreiberei und eine Unverschämtheit sonder gleichen. Es ist ja nicht mal so, dass da etwas beiliegt, was den Preis rechtfertigt, z.B. ein Gramm Koks oder ein Gutschein für eine Freistunde im Puff. Das Ding ist absolut überteuert. Sonst nichts.
Ich rege mich da schon seit Wochen drüber auf, was bei mir immer ein sicheres Zeichen ist, dass ich es haben will. Denn ansonsten wäre es mir schlicht und ergreifend egal, ob das Buch 99 oder 99.000€ kostet. Aber ich schleich seit Wochen um das Buch rum, schau mir das bei Amazon immer wieder an und stelle mir vor, wie ich es auspacke. Ich bin ein elendes Konsumopfer.
Gestern habe ich mich dann spontan – auch das ist eine typische Reaktion von mir – dazu entschieden das Werk zu bestellen. Ich hatte bei Schwatzgelb einen kurzen Newsartikel über das Buch gelesen, der zwar auch nicht mehr aussagt als die Beschreibung bei Amazon, aber mir das Werk wieder in Erinnerung holte. Die letzte Entscheidung – sozusagen der Kick zum Click – fiel dann im SG-Chat in dem ich mich u.a. mit dem Autor des Artikels über das Buch austauschte. Ich schrieb, dass ich überlege würde das Buch zu kaufen, mich dann beim Kauf und im Folgemonat unfassbar über das entgangenen Geld ärgere, aber in 10 Jahren extrem froh bin, weil ich dann Besitzer einer besonderen Ausgabe bin die 99€ aber schon lange vergessen sind. Sozusagen ein Kauf fürs Leben. In dem Moment als ich das schrieb machte es bei mir – im doppelten Sinne – Klick und das Buch war vorbestellt. Vielleicht ist das nur die Rechtfertigung eines Konsumopfers. Aber der BVB ist was heiliges und irgendwie ist so eine Premiumedition ein passender Ausdruck davon.
Nun ist es zum Glück eine Vorbestellung, d.h. ich kann das Buch jederzeit wieder abbestellen.Ich kann - und muss - jetzt in Ruhe überlegen, ob ich wirklich so doof bin 99€ für ein Buch auszugeben. Okay, ich bin doof, aber bin ich wirklich SO doof? Und ich muss mir Gedanken machen, was ich dafür einspare. Es ist nämlich im Moment wirklich nicht so, dass ich nicht weiß wohin mit meinem Geld. Im Gegenteil. Ich gebe eigentlich aktuell nur Geld für Fußball aus. Und da tut es eben echt weh, wenn einem mal eben ein 100er zum Leben fehlt. Ich sollte mal zur Abwechslung – nur einmal – vernünftig sein.
Aber es ist doch bestimmt so schön, wenn ich das Buch auspacke.
Ich rege mich da schon seit Wochen drüber auf, was bei mir immer ein sicheres Zeichen ist, dass ich es haben will. Denn ansonsten wäre es mir schlicht und ergreifend egal, ob das Buch 99 oder 99.000€ kostet. Aber ich schleich seit Wochen um das Buch rum, schau mir das bei Amazon immer wieder an und stelle mir vor, wie ich es auspacke. Ich bin ein elendes Konsumopfer.
Gestern habe ich mich dann spontan – auch das ist eine typische Reaktion von mir – dazu entschieden das Werk zu bestellen. Ich hatte bei Schwatzgelb einen kurzen Newsartikel über das Buch gelesen, der zwar auch nicht mehr aussagt als die Beschreibung bei Amazon, aber mir das Werk wieder in Erinnerung holte. Die letzte Entscheidung – sozusagen der Kick zum Click – fiel dann im SG-Chat in dem ich mich u.a. mit dem Autor des Artikels über das Buch austauschte. Ich schrieb, dass ich überlege würde das Buch zu kaufen, mich dann beim Kauf und im Folgemonat unfassbar über das entgangenen Geld ärgere, aber in 10 Jahren extrem froh bin, weil ich dann Besitzer einer besonderen Ausgabe bin die 99€ aber schon lange vergessen sind. Sozusagen ein Kauf fürs Leben. In dem Moment als ich das schrieb machte es bei mir – im doppelten Sinne – Klick und das Buch war vorbestellt. Vielleicht ist das nur die Rechtfertigung eines Konsumopfers. Aber der BVB ist was heiliges und irgendwie ist so eine Premiumedition ein passender Ausdruck davon.
Nun ist es zum Glück eine Vorbestellung, d.h. ich kann das Buch jederzeit wieder abbestellen.Ich kann - und muss - jetzt in Ruhe überlegen, ob ich wirklich so doof bin 99€ für ein Buch auszugeben. Okay, ich bin doof, aber bin ich wirklich SO doof? Und ich muss mir Gedanken machen, was ich dafür einspare. Es ist nämlich im Moment wirklich nicht so, dass ich nicht weiß wohin mit meinem Geld. Im Gegenteil. Ich gebe eigentlich aktuell nur Geld für Fußball aus. Und da tut es eben echt weh, wenn einem mal eben ein 100er zum Leben fehlt. Ich sollte mal zur Abwechslung – nur einmal – vernünftig sein.
Aber es ist doch bestimmt so schön, wenn ich das Buch auspacke.
Donnerstag, 27. August 2009
Die modischen Verirrungen von Fußball-Fans
Die Bekleidung von Fußball-Fans unterliegt – wie auch jede andere Bekleidung – Trends. Einiges von früher vermisse ich echt, bei anderen frage ich mich, wie ich da jemals mitmachen konnte ohne vor Scham in den Tod zu gehen.
Am meisten vermisse ich den Balken-Schal, der – wenn ich mich nicht irre – Mitte der 80er aus der Mode gekommen ist. Für die jungen unter Euch: Es handelte sich bei diesem Stück Stoff um einen relativ langen, gestrickten Schal, der bei den meisten vorzugsweise von der Oma hergestellt wurde. Bei mir war es die Ur-Oma, aber ansonsten war es wohl wie bei allen anderen Fans auch. Man wartete wochenlang auf den Schal, schaut immer wieder, wie weit er schon war und wenn man ihn dann überreicht bekam war das der schönste Moment des Jahres. Damit begann aber erst die eigentliche Schwierigkeit, nämlich die Frage, wie man den trägt. Es gab da diverse modische und hierarchische Abstufungen. Definitiv falsch für den Südtribünen-Besucher war es den Balkenschal wie einen normalen Schal um den Hals zu tragen. Das war etwas für Haupttribünenbesucher bzw. Leute über 40 und natürlich total uncool! Deutliche lässiger, war es das Ding um die Schultern zu drapieren. Ich persönlich gehört aber zu der „Auf–Hüfthöhe-Tragen“-Fraktion. Dabei konnte man sich den Schal entweder am Gürtel befestigen, oder wie ich um den Bauch tragen. Auch wenn das heute natürlich nicht mehr zu vermitteln ist: Ich mochte diese Mode sehr und denke gerne daran zurück. Mir hat auch kein gekaufter Schal jemals soviel bedeutet wie dieser selbst gestrickte. Und wenn man sich Fotos aus der Zeit anschaut, ist das zwar ein Anachronismus, aber sieht definitiv nicht peinlich aus.
Ganz im Gegensatz zu diesen Schiebermützen mit Pappe drin. Ich weiß gar nicht, wie die offiziell heißen, aber die kamen Ende der 80er auf und man sah damit aus, als hätte jemand einem einen Schreibblock mit einem Bügelbrett an die Mütze festgeklöppelt, bzw. als hätte man auf dem Jahrmarkt den Trostpreis gewonnen, aber keiner traut sich das einem zu sagen, weswegen man das Ding mit sich rumträgt. Sehr stark vertreten war diese Mützengattung im Pokalfinale 1989 und wenn ich mich recht erinnere hatte ich auch so eine Grausamkeit auf der Birne. Ich frage mich, ob man damit schon damals schon scheiße aussah und es nicht gemerkt hat, oder ob die End-80er bis Mitte 90er wirklich so schlimm waren und das völlig okay war. Ich fürchte fast letzteres. Wieso hat man sich damals eigentlich nicht für seine Existenz geschämt? Ein Fall für Galileo-Mystery.
Was früher die Pappmütze war ist heute glaube ich das Bauchtäschchen. Dieses modische Verirrung der aktuellen „Ich-wäre-auch-so-gerne-ultra-schaut-mal-wie-böse-ich-bin“-Fraktion trug man in den 80er nur im Ski-Urlaub und da ging das auch nur, weil alle anderen auch eine hatten. Man hat sich also quasi auf Waffenstillstand geeinigt. Klar sind die praktisch. Aber das sind Brustbeutel und Filzpantoffel auch.
Lustigerweise sind die von einigen Bauchtäschchen gerne als „Kutten“ geschmähten Trikotträger immer auf der sicheren Seite. Zwar segelt man damit modisch nie vor dem Wind, kann sich aber sicher sein, dass man sich seine Fotos auch noch in 20 Jahren anschauen kann.
Ober anders ausgedrückt: Diejenigen die sich heute so über Trikotträger amüsieren sind die über die man in später lachen wird.
Manchmal ist das Leben doch gerecht.
Am meisten vermisse ich den Balken-Schal, der – wenn ich mich nicht irre – Mitte der 80er aus der Mode gekommen ist. Für die jungen unter Euch: Es handelte sich bei diesem Stück Stoff um einen relativ langen, gestrickten Schal, der bei den meisten vorzugsweise von der Oma hergestellt wurde. Bei mir war es die Ur-Oma, aber ansonsten war es wohl wie bei allen anderen Fans auch. Man wartete wochenlang auf den Schal, schaut immer wieder, wie weit er schon war und wenn man ihn dann überreicht bekam war das der schönste Moment des Jahres. Damit begann aber erst die eigentliche Schwierigkeit, nämlich die Frage, wie man den trägt. Es gab da diverse modische und hierarchische Abstufungen. Definitiv falsch für den Südtribünen-Besucher war es den Balkenschal wie einen normalen Schal um den Hals zu tragen. Das war etwas für Haupttribünenbesucher bzw. Leute über 40 und natürlich total uncool! Deutliche lässiger, war es das Ding um die Schultern zu drapieren. Ich persönlich gehört aber zu der „Auf–Hüfthöhe-Tragen“-Fraktion. Dabei konnte man sich den Schal entweder am Gürtel befestigen, oder wie ich um den Bauch tragen. Auch wenn das heute natürlich nicht mehr zu vermitteln ist: Ich mochte diese Mode sehr und denke gerne daran zurück. Mir hat auch kein gekaufter Schal jemals soviel bedeutet wie dieser selbst gestrickte. Und wenn man sich Fotos aus der Zeit anschaut, ist das zwar ein Anachronismus, aber sieht definitiv nicht peinlich aus.
Ganz im Gegensatz zu diesen Schiebermützen mit Pappe drin. Ich weiß gar nicht, wie die offiziell heißen, aber die kamen Ende der 80er auf und man sah damit aus, als hätte jemand einem einen Schreibblock mit einem Bügelbrett an die Mütze festgeklöppelt, bzw. als hätte man auf dem Jahrmarkt den Trostpreis gewonnen, aber keiner traut sich das einem zu sagen, weswegen man das Ding mit sich rumträgt. Sehr stark vertreten war diese Mützengattung im Pokalfinale 1989 und wenn ich mich recht erinnere hatte ich auch so eine Grausamkeit auf der Birne. Ich frage mich, ob man damit schon damals schon scheiße aussah und es nicht gemerkt hat, oder ob die End-80er bis Mitte 90er wirklich so schlimm waren und das völlig okay war. Ich fürchte fast letzteres. Wieso hat man sich damals eigentlich nicht für seine Existenz geschämt? Ein Fall für Galileo-Mystery.
Was früher die Pappmütze war ist heute glaube ich das Bauchtäschchen. Dieses modische Verirrung der aktuellen „Ich-wäre-auch-so-gerne-ultra-schaut-mal-wie-böse-ich-bin“-Fraktion trug man in den 80er nur im Ski-Urlaub und da ging das auch nur, weil alle anderen auch eine hatten. Man hat sich also quasi auf Waffenstillstand geeinigt. Klar sind die praktisch. Aber das sind Brustbeutel und Filzpantoffel auch.
Lustigerweise sind die von einigen Bauchtäschchen gerne als „Kutten“ geschmähten Trikotträger immer auf der sicheren Seite. Zwar segelt man damit modisch nie vor dem Wind, kann sich aber sicher sein, dass man sich seine Fotos auch noch in 20 Jahren anschauen kann.
Ober anders ausgedrückt: Diejenigen die sich heute so über Trikotträger amüsieren sind die über die man in später lachen wird.
Manchmal ist das Leben doch gerecht.
Mittwoch, 26. August 2009
Einsam, krank und ohne Zähne
Die Frankfurtfahrt wirft so ganz langsam ihre Schatten voraus. Und aktuell stehen drei Probleme vor der Tür. Das erste ist der Umstand, dass ich allein fahre, weil ich der einzige ICE-Fahrer bin. Die anderen Jungs fahren mit dem Auto. Ich löse aber meine Bahncard-Punkte-Prämie ein und habe ein kostenfreies Tagesticket besorgt. Das spart mir nach Frankfurt gut 80€, was ich im Moment echt gut gebrauchen kann. Wir haben schließlich Monatsende und ich keinen Goldesel im Keller. Was echt schade ist. Wenn einer mal so ein Tier findet, möge er es mir mitbringen. Ich zahle dann in Goldstücken.
Das ganze wirft mich ein wenig in Vor-Fanclub-Zeiten zurück. Ich war eigentlich Zeit meines Lebens Einzelfahrer, bevor ich zu den Sailors gestoßen bin. Ich habe nie wirklich Kontakt zu anderen BVB-Fans gesucht. Schon als Jugendlicher stand ich auf der Süd alleine. Zwar waren wir später in Block 13 eine Gruppe von Fans die sich kannten, aber mehr als Smalltalk gab es nicht und ich bin eher selten bis nie mit anderen Fans zu Spiele gefahren. Erst mit den Sailors habe ich eine Bezugsgruppe bei der ich das Gefühl habe, dass es passt. Eine Gruppe die sich verschieden sein lässt und trotzdem Gemeinsamkeiten schafft. Trotzdem bringt es mich nicht um mal ein paar Stunden alleine im Zug zu sitzen. Gebe ich halt mal wieder den einsamen Wolf. Auch wenn das vielleicht weniger lustig ist: Es geht ja letztlich nicht um den Spaß auf der Fahrt, sondern darum bei seinem Verein zu sein. Der BVB ist ja keine Kaffeefahrt.
Das zweite Problem ist schon deutlich schwieriger. Nämlich der Umstand, dass ich richtig krank werde. Ich fühle mich als wenn es mich richtig erwischt und um mich rum liegt die halbe Firma danieder. Und die andere Hälfte wird krank. Aber ich habe mir fest vorgenommen dieses Jahr alle Spiele zu schaffen. Und da wird mich so ein dummer Virus nicht von abhalten. Wer arbeiten kann, kann auch feiern.
Das dritte Problem ist der Umstand, dass Frankfurt dieses Mal wohl derbe heftig werden könnte. Denn beim letzten Spiel in Frankfurt kam es zu einem meiner Meinung nach sinnlosen Fahnenklau. Wenn ich richtig informiert wird das Spiel in Frankfurt für die örtliche Polizei als das Spiel mit dem höchsten Risikopotenzial eingeschätzt. Es werden soweit ich weiß alle BVB Busse von den Cops eskortiert und auch die Autos an einer Autobahnabfahrt gemeinsam raus gewunken. Da stellt sich als jemand, der bis zum Stadion alleine unterwegs ist die Frage, was man macht? Eigentlich hatte ich ja geplant in zivil zu fahren und die Fanutensilien unter den Klamotten zu tragen. Aber irgendwie schmeckt mir das nicht. Ich bin BVB-Fan und das soll jeder sehen. Ich mag mich nicht feige zum Stadion schleichen. Das habe ich das letzte Mal in den 80ern im Parkstadion gemacht und da schon gehasst. Das verletzt meinen Stolz. Auf der anderen Seite mag ich meine Zähne auch echt gerne. Ich werde das glaube ich relativ spontan entscheiden, je nachdem wie sehr ich mich am Samstag einer potenziellen Auseinandersetzung gewachsen fühle. Ich könnte aber ja eigentlich zur Abwechslung auch mal vernünftig sein.
Auf der anderen Seite: Wer braucht schon Zähne?
Das ganze wirft mich ein wenig in Vor-Fanclub-Zeiten zurück. Ich war eigentlich Zeit meines Lebens Einzelfahrer, bevor ich zu den Sailors gestoßen bin. Ich habe nie wirklich Kontakt zu anderen BVB-Fans gesucht. Schon als Jugendlicher stand ich auf der Süd alleine. Zwar waren wir später in Block 13 eine Gruppe von Fans die sich kannten, aber mehr als Smalltalk gab es nicht und ich bin eher selten bis nie mit anderen Fans zu Spiele gefahren. Erst mit den Sailors habe ich eine Bezugsgruppe bei der ich das Gefühl habe, dass es passt. Eine Gruppe die sich verschieden sein lässt und trotzdem Gemeinsamkeiten schafft. Trotzdem bringt es mich nicht um mal ein paar Stunden alleine im Zug zu sitzen. Gebe ich halt mal wieder den einsamen Wolf. Auch wenn das vielleicht weniger lustig ist: Es geht ja letztlich nicht um den Spaß auf der Fahrt, sondern darum bei seinem Verein zu sein. Der BVB ist ja keine Kaffeefahrt.
Das zweite Problem ist schon deutlich schwieriger. Nämlich der Umstand, dass ich richtig krank werde. Ich fühle mich als wenn es mich richtig erwischt und um mich rum liegt die halbe Firma danieder. Und die andere Hälfte wird krank. Aber ich habe mir fest vorgenommen dieses Jahr alle Spiele zu schaffen. Und da wird mich so ein dummer Virus nicht von abhalten. Wer arbeiten kann, kann auch feiern.
Das dritte Problem ist der Umstand, dass Frankfurt dieses Mal wohl derbe heftig werden könnte. Denn beim letzten Spiel in Frankfurt kam es zu einem meiner Meinung nach sinnlosen Fahnenklau. Wenn ich richtig informiert wird das Spiel in Frankfurt für die örtliche Polizei als das Spiel mit dem höchsten Risikopotenzial eingeschätzt. Es werden soweit ich weiß alle BVB Busse von den Cops eskortiert und auch die Autos an einer Autobahnabfahrt gemeinsam raus gewunken. Da stellt sich als jemand, der bis zum Stadion alleine unterwegs ist die Frage, was man macht? Eigentlich hatte ich ja geplant in zivil zu fahren und die Fanutensilien unter den Klamotten zu tragen. Aber irgendwie schmeckt mir das nicht. Ich bin BVB-Fan und das soll jeder sehen. Ich mag mich nicht feige zum Stadion schleichen. Das habe ich das letzte Mal in den 80ern im Parkstadion gemacht und da schon gehasst. Das verletzt meinen Stolz. Auf der anderen Seite mag ich meine Zähne auch echt gerne. Ich werde das glaube ich relativ spontan entscheiden, je nachdem wie sehr ich mich am Samstag einer potenziellen Auseinandersetzung gewachsen fühle. Ich könnte aber ja eigentlich zur Abwechslung auch mal vernünftig sein.
Auf der anderen Seite: Wer braucht schon Zähne?
Dienstag, 25. August 2009
Jumbo, König der Herzen
Es war – natürlich – mal wieder im Schwatzgelb-Forum in dem jemand fragte wer denn dieser Jumbo sei, der in einem der BVB-Alltime-Classic „Der Tag als der FC Scheiße starb“ (Gesungen auf „Der Tag als Conny Kramer starb“)erwähnt würde. Ich muss zugeben, dass ich das bisher auch nicht wusste, mich aber auch schon regelmäßig gefragt hatte. Freundlicherweise tauchte dann UliS auf und erklärte die Geschichte.
Für diejenigen die zu faul sind zu clicken hier die Kurzform der Kurzform: Jumbo hieß Jumbo, weil er ein großer stattlicher Mensch war, war Mitglied im damals größten Fanclub und auf einer der Busfahrten ist das Lied entstanden. Fragen Sie nun bitte nicht warum, aber mich fasziniert Jumbo. Irgendwie ist Jumbo eine Erinnerung an die gute alte Zeit, die gar nicht so gut war. Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie das Lied damals entstanden ist, denn ich war oft genug selber bei solchen Gruppendynamiken dabei. Gewöhnlich beginnt so was am Anfang einer Fahrt. Irgendwer hat eine Idee für einen Song, bzw. eine Liedzeile der dann in schöner Regelmäßigkeit im Bus oder Zug gesungen wird und zum Dauerbrenner wird, bis sie fast schon nervt. Ich vermute mal, dass auf der Hinfahrt immer mehr an dem Lied gebastelt wurde bis es stand und das Ding auf der Rückfahrt dann nur noch hoch und runter gesungen wurde. Aber das ist natürlich alles Spekulatius, weil ich nicht dabei war. Aber ich habe Spaß daran mir darüber den Kopf zu zerbrechen.
Normalerweise verschwinden solche Songs genauso schnell wie sie gekommen sind, weil sie eine aktuelle Situation spiegeln, für Außenstehende aber nichts aussagen. Aber Jumbo und seine Mitstreiter hatten das Glück ein Lied zu texten, dass über Generationen hinweg das Lebensgefühl der Borussen in Bezug auf das Gelsenkirchener Pack ausgedrückt hat und ausdrücken wird. Auf diese Weise hat sich Jumbo bei allen BVB-Fans verewigt. Mich fasziniert so was unfassbar. Ich weiß nicht mal warum. Ich finde es schön, irgendwie noch mal an die alten Recken von früher zu denken. Und mich faszinieren Lebensgeschichten. Das ist eine Berufskrankheit. Menschen sind mir egal, aber deren Geschichten finde ich spannend.
Leider weiß ich nicht in welcher Zeit der Song entstanden ist. Ich tippe mal auf die Zeit kurz nach Erscheinen der deutschen Version des des Liedes von Juliane Werding, also so 1972 bis 1976, aber ich kann auch total daneben liegen. Wie dem auch sei mich würde brennend interessieren, was Jumbo heute macht. Geht er noch ins Stadion und hat einen Platz auf der Ost-Tribüne? Ist er krank und kann nur noch zu Hause Radio hören oder Premiere schauen? Ist ihm der BVB gar nicht mehr so wichtig? Oder weilt er – was ich natürlich nicht hoffe – nicht mehr unter uns? Hört der das Lied oft, ist stolz und denkt an die alten Zeiten?
Aber egal was er jetzt auch macht: Beim nächsten Derby ist er wieder tausendfach dabei. Jumbo, König der Herzen!
Für diejenigen die zu faul sind zu clicken hier die Kurzform der Kurzform: Jumbo hieß Jumbo, weil er ein großer stattlicher Mensch war, war Mitglied im damals größten Fanclub und auf einer der Busfahrten ist das Lied entstanden. Fragen Sie nun bitte nicht warum, aber mich fasziniert Jumbo. Irgendwie ist Jumbo eine Erinnerung an die gute alte Zeit, die gar nicht so gut war. Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie das Lied damals entstanden ist, denn ich war oft genug selber bei solchen Gruppendynamiken dabei. Gewöhnlich beginnt so was am Anfang einer Fahrt. Irgendwer hat eine Idee für einen Song, bzw. eine Liedzeile der dann in schöner Regelmäßigkeit im Bus oder Zug gesungen wird und zum Dauerbrenner wird, bis sie fast schon nervt. Ich vermute mal, dass auf der Hinfahrt immer mehr an dem Lied gebastelt wurde bis es stand und das Ding auf der Rückfahrt dann nur noch hoch und runter gesungen wurde. Aber das ist natürlich alles Spekulatius, weil ich nicht dabei war. Aber ich habe Spaß daran mir darüber den Kopf zu zerbrechen.
Normalerweise verschwinden solche Songs genauso schnell wie sie gekommen sind, weil sie eine aktuelle Situation spiegeln, für Außenstehende aber nichts aussagen. Aber Jumbo und seine Mitstreiter hatten das Glück ein Lied zu texten, dass über Generationen hinweg das Lebensgefühl der Borussen in Bezug auf das Gelsenkirchener Pack ausgedrückt hat und ausdrücken wird. Auf diese Weise hat sich Jumbo bei allen BVB-Fans verewigt. Mich fasziniert so was unfassbar. Ich weiß nicht mal warum. Ich finde es schön, irgendwie noch mal an die alten Recken von früher zu denken. Und mich faszinieren Lebensgeschichten. Das ist eine Berufskrankheit. Menschen sind mir egal, aber deren Geschichten finde ich spannend.
Leider weiß ich nicht in welcher Zeit der Song entstanden ist. Ich tippe mal auf die Zeit kurz nach Erscheinen der deutschen Version des des Liedes von Juliane Werding, also so 1972 bis 1976, aber ich kann auch total daneben liegen. Wie dem auch sei mich würde brennend interessieren, was Jumbo heute macht. Geht er noch ins Stadion und hat einen Platz auf der Ost-Tribüne? Ist er krank und kann nur noch zu Hause Radio hören oder Premiere schauen? Ist ihm der BVB gar nicht mehr so wichtig? Oder weilt er – was ich natürlich nicht hoffe – nicht mehr unter uns? Hört der das Lied oft, ist stolz und denkt an die alten Zeiten?
Aber egal was er jetzt auch macht: Beim nächsten Derby ist er wieder tausendfach dabei. Jumbo, König der Herzen!
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