Montag, 7. Juni 2010

Zurück im Geschäft

So beschissen die Auslosung von Wacker Burghausen als DFB-Pokal-Gegner finanziell auch für uns als Hamburger ist, einen Vorteil hat es: Man ist zurück im Geschäft und fängt wieder an sich mit Vereinsfußball zu befassen. Nämlich ganz praktisch mit der Frage. Wie kommen wir da hin? Und wann? Ich habe heute via Facebook erfahren, dass die 3. Österreichische Liga da wohl schon läuft, sprich, dass wenn alles gut geht man ein Spiel von Austria Salzburg mitnehmen kann. Das würde mich richtig freuen, denn bei meinem Besuch in Salzburg habe ich mich - von kleinen Irritationen abgesehen - richtig wohl gefühlt.

Aber vorher steht erst mal die Frage an: Wie kommen wir da hin? 9er Bus? Da hält sich meine Begeisterung in Grenzen bzw. bei 16 Stunden Nettofahrzeit bin ich einfach nicht sicher, ob das so verantwortungsvoll wäre. Auf Grund der Fahrt nach Sindelfingen bin ich da eher pessimistisch. Das geht nicht immer gut und ich lebe eigentlich ganz gerne. Auch wenn es manchmal ander wirkt: Ich bin ein verantwortungsvoller Mensch. Ein Mitglied von uns will am liebsten WET fahren, wenn das Spiel Sonntag ist. Und mit dem ICE zurück. Man da auch am Montag auf jeden Fall frei nehmen müsste, weil man erst gegen Mittag wieder da wäre. Es gibt einige Optionen und alle sind scheiße. Für mich läuft es denke ich auf ICE und Hotel in Salzburg raus.

Aber ich freu mich sehr, dass im internen Sailors Forum mal wieder über solche Dinge diskutiert wird. Es war teilweise so ruhig da, dass ich schon Angst hatte, das unsere Mitglieder verstorben sein könnten ohne, dass ich es mit bekommen habe. Aber die sind putzmunter. Was mich beruhigt. Auf Beerdigungen habe ich nämlich keine Lust. Und so wird nun fröhlich über Burghausen bzw. die Anreise diskutiert und der beste Weg gesucht.

Man hat dummerweise zweieinhalb Monate Zeit den zu finden.

Sonntag, 6. Juni 2010

Wacker Burgbausen - Der Fußballgott hat seinen Spaß

Fußballgott, was hast Du eigentlich gegen mich? Habe ich Dir irgendwas getan? Nun mal ehrlich, so schlimm bin ich nicht. Okay, ich bin manchmal ein wenig nervig, aber insgesamt gibt es doch schlimmere Menschen als mich. Ich verbringe viel Zeit damit zum Fußball zu fahren. Und ich stecke da wirklich jede Menge Kohle rein. Und die nächste Saison wird durch die Europacup-Fahrerei schon teuer genug. Könntest du mir als bitte freundlich erklären, warum Du mir zu Saisonbeginn gleich ein Pokalspiel in Burghausen reindrückt? Es waren doch auch jede Menge norddeutsche Clubs im Angebot.

Ich finde, Du hättest mal nett sein können und mir einen Verein in der Nähe zulosen. SC Victoria Hamburg zu Beispiel. Das wäre doch mal was gewesen. Einfach aus der Tür fallen, rechts die Straße hoch. Und nach fünf Minuten zu Fuß ins Stadion rein. Reisekosten gleich null. Aber nein die Victoria hast du ja scheinbar für die Oberhausener reserviert. Aber so was wie Lübeck oder Braunschweig wäre auch noch okay gewesen. Beherrschbarer zeitlicher und finanzieller Aufwand. Aber Du, lieber Fußballgott, fandest es ja unfassbar lustig mich in der ersten Runde nach Burghausen zu schicken. Eine Ort, der weiter von Hamburg eigentlich nicht weg sein könnte. Zumindest bis sich der FC Luna Mond für den DFB Pokal qualifiziert. Super. Ganz großes Kino. Okay, da bietet es sich an in Salzburg zu pennen, wie ich vorhin erfahren habe. Das gibt der ganze Nummer noch einen positiven Effekt. Wobei die Austria da – ich habe noch nicht geschaut – noch nicht wieder spielen dürfte. Das wäre natürlich ideal, aber unwahrscheinlich.

Trotzdem lieber Fußballgott ist das finanziell echt scheiße. Ich spare gerade Geld an, um mir den ganzen Scheiß stressfrei leisten zu können und muss gleich für die erste Pokalrunde echt Geld in die Hand nehmen. Ich hatte gehofft, der August würde außer der EL recht kostenneutral. Aber nun ist es wie es ist. Ich hoffe dass wir in der ersten Runde der Europa-League auswärts spielen. Dann würde ich mir die Woche Urlaub nehmen und ganz entspannt von Salzburg nach wo auch immer hin reisen. Wobei wo auch immer hin bestimmt Sibirien ist. Was ich ja persönlich sehr lustig fände, weil geplant habe die Strecke auf jeden Fall mit der Bahn zu fahren.

Aber da wirst Du Dir was ausdenken, Fußballgott, oder?

Samstag, 5. Juni 2010

Rot Weiss Essen – Der Boss weint Tränen im Himmel

Es ist ein Drama, Rot Weiss Essen, der Club von der Hafenstraße ist insolvent. Ich bin in den Details nicht drin, aber es ist mir auch ehrlich gesagt egal, woran RWE gescheitert ist. Was bleibt ist der unschöne Umstand, dass RWE in einer noch tieferen Liga verschwindet und wohl endgültig die Chancen auf das Comeback verspielt hat. Der Club von Helmut Rahn und von Ente Lippens verschwindet im Nichts. Auch wenn ich natürlich kein RWE Fan bin tut mir das unendlich weh. Und der Boss weint im Himmel Tränen.

Ich mochte die Rot-Weissen immer sehr gerne und es macht mich aggressiv, dass Vereine wie Hoppenheim und Wolfsburg in der Bundesliga sind, während ein Traditionsclub wie RWE stirbt. Natürlich kann man da jetzt keinen direkten Zusammenhang konstruieren und natürlich werden die Essener bzw. deren Führungen auch selbst jede Menge Fehler gemacht haben, aber das ganze ist doch ein symbolischer Ausdruck dafür, wie sich der deutsche Fußball verändert. Und das nicht zum Guten. Vereine als Marketinginstrument für Konzerne statt als Gemeinschaftsprojekt von Menschen.

Richtig leid tun mir die Fans. Es muss so unfassbar schlimm sein hilflos mit anzuschauen, wie sein Verein in den Abgrund gerissen wird. Über Jahre geht es nach unten und dann tut sich noch mal ein Abgrund auf. Und Du als Fan kannst nur zuschauen. Hilflos und ohne die Chance wirklich was zu tun. Ich kann mir nicht vorstellen wie sich das anfühlt. Klar ist es bei uns noch nicht so lange her, dass wir ebenfalls um unsere Existenz zittern mussten, aber bei uns ging es eben gut aus. Die Essener stehen vor dem Nichts. Ohne die realistische Chance noch mal jemals in ihrem Leben Bundesliga oder 2.Liga-Fußball zu sehen. Wie beschissen kann das Leben sein?

Aber natürlich stirbt die Hoffnung zuletzt. Vielleicht bekommt RWE noch mal eine kompetente Führung, die in der Lage ist nach dem Ende etwas Neues aufzubauen und den Verein dahin zu führen, wo er hingehört. Und das ist mindestens die zweite Liga. Vielleicht siegt ja die Tradition doch über die Gesetze des modernen Fußballs. Weil es Dinge gibt, die es nicht geben darf. Und dazu gehört, dass dieser Club verschwindet. Egal wie viel dessen Führung vergeigt hat.

Fußball gegen RWE statt gegen Wolfsburg. Man wird ja noch mal träumen dürfen

Freitag, 4. Juni 2010

Ein Denkmal für John Smith

Ich weiß nicht, wer das erste Mal auf die Idee gekommen ist mit dem Fuß gegen einen Ball zu treten, aber man müsste ihm posthum ein Denkmal setzten. Lieber unbekannter Azteke oder was auch immer Du warst, Du hast die Menschheit verändert. Okay, vielleicht gilt der Dank eher dem Engländer, der den modernen Fußball eingeführt. Ich weiß natürlich, dass es den historisch als einzelne Person so nicht gegeben hat, weil das ganze ein Prozess war. Aber ich habe irgendwie das Bedürfnis einer Person dafür zu danken, dass sie mir das schönste Hobby der Welt geschenkt hat. Vielleicht war es also in gewisser John Smith, der zu seinem Kumpels sagt „Lass mal hier zwei Tore aufbauen, ich pöhle dann den Ball rein und Du versuchst das zu verhindern“. Wenn das kein wahrhaft historischer Satz ist, dann weiß ich es auch nicht. Einfach aber genial. Dieser Mann hat sowohl ein Denkmal als auch die Erinnerung an ihn verdient.

Danke John Smith, Du hast mein Leben verändert.

Donnerstag, 3. Juni 2010

Nelson, Emma, Derbysieg



Conny war eine Woche in Hamburg bei einer Freundin und hatte ihren Sohn im Gepäck. Und der hat mir ein Bild mitgebracht, was er für mich gemalt hat. Ich gestehe: Ich war unfassbar gerührt. So langsam verstehe Leute, die bei Facebook pausenlos die Bilderr ihrer Kinder einstellen bzw. die ganze Küche mit den Bildern „tapezieren“. Man ist einfach stolz, wenn Kinder was für einen machen. Einfach schön. Ich frage mich ja manchmal, ob ich vielleicht einen schlechten Einfluss auf den Kleinen ausübe, aber ein 9-jähriger, der einem ein Bild von einem Auswärtsderbysieg schenkt kann eigentlich auch nicht auf so einem schlechten Weg sein. Vor allem wenn es sich dafür, dass sie Anzeigetafel schief geworden ist, damit entschuldigt, dass das in Gelsenkirchen wär und die hätten es nicht so drauf. Wo er Recht hat….

Wenn ich mir das Bild jetzt mal auf der Meta-Ebene betrachte, stelle ich fest wie wichtig Emma als Identifikationsfigur für Kinder ist. Die Biene nimmt eindeutig den größten Platz im Bild ein. Wobei ich eh nicht verstehe, warum sich eine Leute so darüber aufregen, dass die übergewichtige Biene auf dem Platz rumläuft. Ich finde es gibt definitiv Schlimmeres. Das Opossum in Mönchengladbach zum Beispiel. Und der BVB ist eben nicht das Privateigentum von 20-jährigen auf der Süd. Der gehört auch den Kindern und wenn die Emma mögen ist das doch fein. In der Beziehung fehlt mir einfach das talibanöse Element.

Aber zurück zu Connys Sohn, den man leider so langsam auf die Enttäuschungen des Fußball-Lebens vorbereiten muss. Und damit meine ich nicht, dass ich seine Frage, ob er mit mir in der Euro-League durch Europa düsen darf leider eher abschlägig bescheiden musste und ihn davon zu überzeugen versuchte, dass ein Bundesligaspiel in Dortmund an einem Wochenende für einen 9-jährigen doch der bessere Einstieg ist. Nein, die Enttäuschung dreht sich eher um was anderes. Man kann es auf dem von mir eingestellten Bild schlecht sehen, aber das 1:0 bei den Blauen hat Valdez erzielt. Der ist sein Lieblingsspieler, wird aber mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr für den Ballspielverein auflaufen.

Das Leben eines Fußball-Fans ist grausam. Auch für Kinder.

Mittwoch, 2. Juni 2010

Ich lass mich stechen, aber ich lass mir Zeit

Das Thema „Tattoo“ kommt bei mir mal immer wieder auf die Tagesordnung. Ich will eigentlich schon ein BVB-Tattoo seit ich 14 oder so bin. Wobei „Ich will“ auch Quatsch ist, denn es ist eher so, dass mir schon mit 14 klar war, dass, wenn ich mich stechen lasse, nur ein BVB Tattoo in Frage kommt, weil das das einzige ist, was ich auch mit 80 nicht bereuen würde. Allerdings war es nie so, dass ich meinte sofort zum Stechen laufen zu müssen.

Seit ca. einem Jahr beschäftige ich mich wieder ernsthafter mit dem Thema. Allerdings auch nicht so, dass ich von Tattoo-Laden zu Tatoo-Laden renne, sondern eher so, dass ich im Hintergrund die Augen aufhalte, mit Leuten rede und mir überlegt habe wohin es denn soll. Der „Ort des Geschehens“ wurde auf rechter Unteram festgelegt, was auf die tollste Frau von Welt wo gibt zurückgeht, die anmerkte, dass wann man sich schon ein Tattoo macht man auch dazu stehen muss. Ein Argument, dem ich mich recht schnell anschließen konnte. Die Körperpartie ist also geklärt.

Deutlich schwerer gestaltet sich schon die Suche nach dem richtigen Motiv. Ein BVB Wappen soll drin sein. Aber welches? Das alte? Wobei das alte ja eigentlich auch das neue ist und das neue mehr wie das ganz alte. Was zwar logisch ist, aber einen nicht von der Frage entbindet welches es sein soll. Und ich will eben nicht nur das Logo, sondern dieses als zentralen Bestandteil eines Gesamtwerks. Und da beginnt mein Problem. Ich weiß halt nicht was. Ich bräuchte also jemanden, der das entwickelt und daher einen Tattowierer, dem ich vertrauen. Es muss kein BVB-Fan sein, aber jemand, dem klar ist, was er da sticht. Der- oder diejenige muss eben auch kreativ sein und natürlich gut stechen können. Wenn ich ehrlich bin sehe ich fast nie Tattoos bei denen ich denke, dass ich die so geil finde, dass ich die den Rest meines Lebens mit mir herumtragen möchte. Gerade die meisten BVB Tattoos, die ich so kennen sind eher so "naja". Der Wunsch nach einen Tattoo ist halt nicht so dringend, dass ich es in Kauf nehmen würde, was doofes mit mir rumzutragen.Ja, ich lass mich stehen, aber ich lass mir Zeit. Wenn ich das richtige Tattoo erst mit 60 finde soll es mir auch recht sein. Ich habe allerdings gestern wieder eine Empfehlung bekommen. Ganz in der Nähe meiner Arbeit.

Ich glaube ich mach mal demnächst ne lange Mittagspause und schau mal, was die so drauf haben.

Dienstag, 1. Juni 2010

Der Bierpräsident

Ich habe gestern etwas länger gearbeit. Gegen Abend folgte daher ein Chat mit der tollsten Frau von Welt wo gibt in dem es auch darum ging, wer denn nun Nachfolger des zurückgetreteten Horst Köhler wird. Für den Fall, dass auch Tobi mitliest: Das war der Bundespräsident und nein, das ist nicht die Merkel. Die ist Bundeskanzlerin. Aber das kann man ja auch durcheinander bringen. Wie dem auch sei, es ging um die Nachfolge von "Hotte" und in meiner eigenen Bescheidenen Art, brachte ich mich mal ins Rennen. Darauf folgte dann ein Chatmonolog ihrerseits.

Du, joa och, warum nicht.

Dann wird Deutschland zwar ne neue Flagge bekommen in Schwarz Gelb.

Und Bier wird schon für Babys als Grundnahrungsmittel deklariert.

Und Fußball ein Grundrecht für dass jeder frei bekommt.

Und statt Schulen bauen wir Stadien.

Aber sonst super.

Deutsches Nationalgericht: BRATNUDELN!

Können die Japsen schon mal lernen... Braaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaatnudeln...

Bierduschen.

Bier-Wasserhähne.

Und der Sonne wird ausdrücklich verboten vor 18h unterzugehen. (Mir zuliebe, sonst muss Ich wieder ein halbes Jahr lang das Genörgel hören.)

Dicke Möpse werden Kleidervorschrift. Silikon für Alle!

Und Furzen wird Gesellschaftsfähig. Genau so wie auf seine dicken Eier pochen und Badezimmerschranktür offen lassen.

Oh und natürlich lernt noch jeder Mann dann den unschuldigen "tut-mir-leid" Blick wenn er wild rumstinkt.

"Ist Mir so rausgerutscht..."

Sprechen Sie Mir nach:Ist Mir so rausgerutscht...

80.000 Männer im Stadion.... "äh? wie jetzt... also... Ist Mir so... Ist... Ist Mir so rausgerutscht..." Und dann mit einer ICH HABE FEUER GEMACHT Gebärde auf die Brust schlagen.

Kleiderordnung:Unterbüchs und irgendein Shirt.

Oder halt in Schwarz gelb...

Kühlschränke auflassen wird Trend

Und das erste was jeder männliche Neugebohrene lernt ist: "Nur ein ganz kleeeeines...." anstelle von Mama oder Papa.


Ich weiß nicht warum, aber ich habe das Gefühl, dass ich jedes Klischee über mich erfülle, dass es gibt