Nuri Sahin will also seinen Vertrag aktuell nicht verlängern und das ist für ein paar Spezialisten in einem uns bekannten Internetforum ein Grund den Untergang des Abendlandes auszurufen. Die ganz Weichen wünschen ihm sogar schon, dass er auf der Reservebank verrottet, sollte er wechseln. Wie krank ist das bitte? Der hat doch noch nicht mal Wechselabsichten geäußert. Das ist übrigens DER Nuri Sahin, der unter Thomas Doll ausgemustert wurde und den auch Jürgen Klopp „keine Steine in den Weg gelegt hätte, wenn er hätte wechseln wollen“. Dass Nuri noch bei uns ist verdankt er genau einer einzigen Person: Nuri Sahin. Er hat sich durchgebissen und zum Topspieler gemacht, weil ER an sich geglaubt und dafür gearbeitet hat. Und weil er sich nun die MÖGLICHKEIT eines Wechsels offen hält, erklären ihn manche schon zum Söldner. Ich frage mich immer wieder, was in den Hirnwindungen mancher Leute vorgeht.
Nuri ist Borusse und wird immer Borusse sein, was aber nicht heißt, dass er als Fußball-Profi nicht nach Verbesserung strebt. Sollte wirklich Madrid um die Ecke kommen und ihm ein Angebot machen, wäre er mit dem Klammerbeutel gepudert das nicht anzunehmen. Der Mann ist Fußball-Profi und als solcher willst Du beim größten Verein der Welt spielen. Und das ist mit ziemlicher Sicherheit nun mal Real Madrid. Für uns natürlich der BVB, aber nach objektiven Kriterien eben wohl Real. Oder Barcelona. Meinetwegen auch Man United. ABer wir sind nur gehobene Mittelklasse in Europa.
Mir geht es aber auch gar nicht darum, ob Nuri wechselt. Das können wir eh nicht beeinflussen und auch wenn dem so ist, werden wir es überleben. Auch Adi Preißler spielt nicht mehr in schwarz-gelb. Was mich umtreibt ist die Beliebigkeit vieler „sogenannter Fans“ – und die Anführungsstriche bleiben da – die einen Spieler sofort zum Teufel schicken wollen, wenn er nicht funktioniert, aber lebenslange Treue von Spielern verlangen, wenn die gerade Top-Leistungen bringen. Wie verlogen die ganze Scheiße ist kann man daran absehen, dass im Moment keine Sau mehr von Florian Kringe spricht. Vor kurzem noch unser bester Mann wird dem heute höchsten noch mal vorgeworfen, warum er denn nicht seinen Vertrag kündigt. Berufsfußball ist kein Platz wo in Bezug auf die Spieler zu viel Romantik angebracht wäre. Das ist für die ein Beruf. Was man verlangen kann ist Respekt. Von Seiten der Fans und von Seiten der Spieler.
Und da wir die Spieler nicht verändern können fangen wir doch mal bei uns an mit dem Respekt.