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Montag, 13. Juni 2011

Der Sportnazi, oder: Warum mir Nowitzki am Arsch vorbei geht


„Quambusch, Du bist ein Sportnazi ! Fußball oder nichts. Da spielt der größte dt. Sportler unsere Jahrzehnts gegen drei übernatürliche Athleten Augen auf und mitfiebern“

lautet der Text einer SMS von Clemens gestern Nacht, als ich mich über das langweilige Spiel beschwerte. Was war geschehen? Zunächst hatte ich aufgehört mich zu wehren. Gegen den Nowitzki-Hype, der im Moment die Republik erfasst und der dafür gesorgt hat, dass alle irgendwie „schon immer“ Nowitzki-Fan waren und NBA geschaut haben. Aber es waren ja auch seit dieser Saison alle „schon immer“ BVB Fan. Da muss man Verständnis haben. Basketball interessiert mich persönlich so sehr wie der Musikgeschmack des Opas zwei Stockwerke unter mir, aber man ist ja offen für Neues und deswegen entschied ich mir das heute Nacht mal zu geben.

Ordentlich wie ich bin gönnte ich mir dann den offiziellen NBA Stream und ignorierte gekonnt die ganzen illegalen Streams. Ich verstehe es ehrlich gesagt sowieso nicht, warum man – wenn man doch so großer Fan ist – nicht mal 6.20€ über hat, um das ohne stocken zu schauen, sondern sich irgendwelche pausenlos hängenden Streams rein pfeifft, die dann abstürzen, um letztlich den ganzen Quatsch auf Chinesisch zu schauen. Dieses Streamhopping hat Loriotsche Züge.

Wobei ich zugeben muss, dass ich auch erst versuchte über Clemens NBA Pass doppelt reinzukommen, was auch fünf Minuten gut ging, bevor ich rausgeworfen wurde. Wie dem auch sei, ich zückte heldenhaft das Scheckbuch, um mir das größte Event seit der letzten Weihnachtsfeier auf dem Mond anzuschauen. Ich kann mein Erlebnis in einem Wort zusammenfassen: Laaaaaaangweilig.

Meine Fresse. Das ist das Finale einer der wichtigsten Sportarten der USA und in Miami herrscht eine Stimmung wie auf der GamesCom. Inkl. Animateure, die Handtücher und andere Goodies ins Publikum werfen. Die Spielzüge – die Pausen ja sowieso – werden natürlich mit Musik untermalt und das soll ich jetzt gut finden? Jaja, Clemens. Wichtigster deutscher Sportler des letzten Jahrzehnts und so. Oder wie jemand bei Facebook – und ein anderer per SMS – schrieb: „Noch 12 Minuten bis Schmeling, Boris, Steffi, Schumi, Beckenbauer“. Beeindruckend. Aber das ist die Leistung von Birgit Fischer auch. Wenn nicht sogar noch beeindruckender. Aber da macht auch keiner ein Fass auf. Und für mich ist beides gleich spannend. Wobei ich nach gestern Nacht Fischer bevorzugen würde. Das einzige was mich einigermaßen unterhilt war die Boxerei im zweiten Viertel. Und im vierten bin ich dann eingepennt.

Ich stelle die sportliche Größe von Dirk Nowitzki – und die von Birgit Fischer sowieso nicht - nicht im Ansatz in Abrede. Ich kann das nicht beurteilen, weil ich von dem Sport keine Ahnung habe. Und auch nie haben werde, weil mich dieser Sport so zu Tode langweilt. Ich merke immer wieder, dass ich beim Sport einfach über die Fanseite komme. Mir sind die Menschen auf den Tribünen wichtiger, als die Multimillionäre unten. Die sollen gerne ihre Millionen verdienen, aber das macht ein Spiel für mich nicht aus. Ein Spiel soll Menschen bewegen, als ginge es um Leben und Tod. Das ist der Grund, warum ich im US-Sport irgendwie nicht ankomme. Außer beim Football bei meinen Steelers und den Green Bay Packers, die aber eben auch Fans haben. Nun wird der eine oder andere Freund des US-Sport wohl einwenden, dass ich da ignorant wäre, weil die Amis bei den Finals wohl auch mit fiebern.

Dann will ich gar nicht wissen, wie es bei einem Spiel aussieht, dass die langweilt.