Der Held meiner Jugend und wahrscheinlich der BVB Spieler zu dem ich das emotionalste Verhältnis habe ist Manfred „Manni“ Burgsmüller. Alles an dem ist sympathisch und der war einfach ein Gigant auf dem Platz. Ich glaube, dass kein Stürmer für den BVB prägender war als Manni und auch keiner beliebter. Natürlich mag mir da die Erinnerung auch einen Streich spielen, denn schließlich war Burgsmüller beim BVB als ich als Kind ins Stadion ging. Das prägt natürlich. Aber Burgsmüller riss die Südtribüne einfach mit. Noch Jahre nach seinem Abgang halte der Ruf „Hey Manni Manni uh uh Manni Manni Manni Burgsmüller“ durchs Westfalenstadion, wenn das Spiel mal nicht so lief, wie man sich das vorstellte. Man möge mich korrigieren, aber ich habe das bei keinem anderen Spieler so in Erinnerung.
Ich finde es nach wie vor traurig, dass Burgsmüller kein Titel mit dem BVB vergönnt war. Er hätte ihn definitiv verdient gehabt. Und geradezu dramatisch ist es meiner Meinung nach, dass er beim Pokalfinale 1989 beim Gegner unter Vertrag stand. Wäre der 1989 noch - in seinem hohen Alter - für den Ballspielverein aufgelaufen, wäre er heute eine Legende riesiegen Ausmaßes. So aber läuft er ein wenig unter dem Radar. Der Titellosigkeit ist es wohl auch geschuldet, dass Manni im Rahmen der 100 Jahr-Feierlichkeiten eben nicht die Aufmerksamkeit erhielt, die ihm eigentlich zustand. Man redet bei so einem Anlass eben immer über die großen Momente bzw. Titel. Dabei haben auch die späten 70er und frühen 80er Jahre einen Platz in der Geschichte verdient. Und für die steht nun mal Manni Burgsmüller wie kein anderer. Zumindest wie kein anderer Feldspieler, denn natürlich darf man auch Eike Immel hier nicht vergessen. Dessen Geschichte natürlich noch dramatischer ist, weil man den besten Torwart der je in unserem Gehäuse stand inzwischen nur noch mit Armut und Dschungelcamp gleichsetzt.
Aber zurück zu Burgsmüller: So wenig er in Rückrufen im Vergleich zu anderen Spielern gewürdigt wurde, umso mehr hat es mich gefreut, dass er seinen Platz in der 100 Jahre Choreo gefunden hatte, weil er eben ein unverrückbarer Teil der Dortmunder Geschichte ist. Und ein „Typ“. Den ich auch als Fernsehmensch bewundere, denn „Helden der Kreisklasse“ war für mich eines der besten TV-Formate überhaupt.
Wobei ich zugebe, dass ich da nicht ganz objektiv drauf geschaut habe.
Dienstag, 16. November 2010
Montag, 15. November 2010
Der Sokrates des Fußballs
War ich eigentlich derjenige, der hier vor kurzem rumheulte, dass mir das Warten auf den Fußball fehlt? Ich möchte das hiermit offiziell zurückziehen und gebe zu Protokoll, dass mein Account gehackt wurde.Immer diese russischen Cyberkriminellen. Jetzt hacken die schon Blogs. Wie dem auch sei: Heute ist Montag, wir haben Freitag gespielt, sprich heute ist der dritte Fußball-freie Tag und ich geh schon die Wand hoch. Was auch daran liegt, dass ich im Moment privat einiges an Ablenkung gebrauchen könnte. Aber da ist nichts zu sehen, was wie Fußball aussieht, geschweige denn wie schwarzgelber Fußball. Und wer jetzt "Nationalmannschaft" sagt bekommt Blogverbot.
Noch fünf mal schlafen bevor das nächste mal der Ball rollt. Und dann auch noch nach Freiburg, was nicht nur am Arsch der Heide liegt, sondern auch einfach das Fußball-unfreundlichste Stadion südöstlich des Mississippi ist. Wenn man sich danach sehnt ist die Lage wirklich ernst. Wie kriegt man nur die Woche rum. Okay, ich habe am Mittwoch einen Termin in Frankfurt. Da könnte ich ja einen Fußballfahrt simulieren. Wobei ich mich frage, was mein Geschäftspartner wohl sagt, wenn ich ziemlich angedüdelt mit schwarz-gelbem Schal um die Ecke komme? Aber man muss halt Prioritäten setzen. Auf Einzelschicksale kann keine Rücksicht genommen werden.
Sonst ist nämlich leider nichts da, was zur Ablenkung dient. Im SG-Forum wird auch nur noch scheiße geredet. Man erkennt daran, wie gut es uns geht, dass zu nicht vorhandenen Problemen eine Problemdiskussion gestartet wird. Ich glaube der Fußball-Anhänger kann damit nicht umgehen, dass es keine Probleme gibt. Der Fan ist ein Motzkopp und will sich aufregen. In Wirklichkeit will keiner von uns gewinnen, weil es einem die Chance nimmt sich aufzuregen. Wir wollen heulen, jammern, pöbeln und meckern. Und nicht siegen, feiern und jubeln. Genau wie der Mensch kein Beilagenesser ist , ist der Fußball-Fan kein Claqueur, sondern ein knallharter Aufklärer. Neidisch müssen wir also nach Köln schauen, die den wahren Fußball leben. So wird es sein. Ich habe das Wesen des Fußballs durchschaut. Nennt mich den Sokrates des Fußballs.
Oder einfach Typdersichsosehrlangweiltdassernichtweißwaserschreibensollweilihmsoödeist
Noch fünf mal schlafen bevor das nächste mal der Ball rollt. Und dann auch noch nach Freiburg, was nicht nur am Arsch der Heide liegt, sondern auch einfach das Fußball-unfreundlichste Stadion südöstlich des Mississippi ist. Wenn man sich danach sehnt ist die Lage wirklich ernst. Wie kriegt man nur die Woche rum. Okay, ich habe am Mittwoch einen Termin in Frankfurt. Da könnte ich ja einen Fußballfahrt simulieren. Wobei ich mich frage, was mein Geschäftspartner wohl sagt, wenn ich ziemlich angedüdelt mit schwarz-gelbem Schal um die Ecke komme? Aber man muss halt Prioritäten setzen. Auf Einzelschicksale kann keine Rücksicht genommen werden.
Sonst ist nämlich leider nichts da, was zur Ablenkung dient. Im SG-Forum wird auch nur noch scheiße geredet. Man erkennt daran, wie gut es uns geht, dass zu nicht vorhandenen Problemen eine Problemdiskussion gestartet wird. Ich glaube der Fußball-Anhänger kann damit nicht umgehen, dass es keine Probleme gibt. Der Fan ist ein Motzkopp und will sich aufregen. In Wirklichkeit will keiner von uns gewinnen, weil es einem die Chance nimmt sich aufzuregen. Wir wollen heulen, jammern, pöbeln und meckern. Und nicht siegen, feiern und jubeln. Genau wie der Mensch kein Beilagenesser ist , ist der Fußball-Fan kein Claqueur, sondern ein knallharter Aufklärer. Neidisch müssen wir also nach Köln schauen, die den wahren Fußball leben. So wird es sein. Ich habe das Wesen des Fußballs durchschaut. Nennt mich den Sokrates des Fußballs.
Oder einfach Typdersichsosehrlangweiltdassernichtweißwaserschreibensollweilihmsoödeist
Sonntag, 14. November 2010
Alt . Sehr Alt . Sehr sehr alt
Kinder, ich bin wohl alt. Scheinbar sehr alt. Ich muss mit leben auch wenn ich mich gar nicht so fühle. Okay, manchmal fühle ich mich körperlich wie 70 - vor allem nach einem gepflegten Suff, aber ich fühle mich nicht so alt, wie ich scheinbar wahrgenommen werde. Dieses Wochenende gab es eine verbale Ohrfeige nach der anderes. Los ging es mit der Fanversammlung am Samstag. Daniel und ich sagten kurz was zur „Kein Zwanni“-Kampagne und anschließend meinten alle von meinen Jungs „Alter, versoffener Mann, hält eine Rede“. Danke Jungs. Wer Euch zum Freund hat….
Weiter ging es dann auf der Geburtstagsfeier gestern Abend, auf der eine liebe Dude-Kollegin meinte, dass ich der coolste 40 jährige wäre, den sie kennt und ihre Mutter hätte mich 40 nie so was gemacht. Ein Komplimenht wie ein Tritt in die Eier. Oder um es mit der tollsten Frau von Welt wo gibt zu sagen, der ich das heute morgen erzählte „ `Für´n Opa biste noch ganz fit`Merkste wat, Du wirst alt. “.
Abgerundet wurde das Wochenende durch die Tatsache, dass der Kellner beim Frühstück meine Gättergattin permanent duzte, während er mich siezte. Toll, wenn man eine jüngere Freundin hat, dann fühlt man sich wie Johannes Hesters persönlich.
Ich muss aufhören zu schreiben. Mein Zivi kommt.
Weiter ging es dann auf der Geburtstagsfeier gestern Abend, auf der eine liebe Dude-Kollegin meinte, dass ich der coolste 40 jährige wäre, den sie kennt und ihre Mutter hätte mich 40 nie so was gemacht. Ein Komplimenht wie ein Tritt in die Eier. Oder um es mit der tollsten Frau von Welt wo gibt zu sagen, der ich das heute morgen erzählte „ `Für´n Opa biste noch ganz fit`Merkste wat, Du wirst alt. “.
Abgerundet wurde das Wochenende durch die Tatsache, dass der Kellner beim Frühstück meine Gättergattin permanent duzte, während er mich siezte. Toll, wenn man eine jüngere Freundin hat, dann fühlt man sich wie Johannes Hesters persönlich.
Ich muss aufhören zu schreiben. Mein Zivi kommt.
Samstag, 13. November 2010
Hamburg- Dortmund – Hamburg
Der BVB gegen den HSV. Meine beiden Städte gegeneinander (wenn ich Berlin jetzt mal ignoriere). Natürlich ist das für mich immer was Besonderes, was ich in dieser Saison zum Glück sogar viermal genießen kann. Wobei mir aus naheliegenden Gründen Spiele in Hamburg immer lieber sind. Zum Spiel gestern was zu sagen finde ich schwierig, weil mir das ganze irgendwie unwirklich vorkommt. Jetzt mal langsam zum mitschreiben: Der HSV hatte in 90 Minuten nichts, was auch nur aussah wie eine gefährliche Torchance. Nada. Niente! Nix! Wobei Jens bei Facebook behauptet der Petric Kopfball wäre gefährlich gewesen, was ich aber anders abgespeichert bzw. vergessen habe. Und nein: Ich hatte keinen Vollrausch. Zumindest noch nicht zu dem Zeitpunkt. Nach dem Spiel bin ich noch in die sTUbe geeiert und da natürlich nicht nüchtern rausgewankt. Aber im Stadion war ich fit. Auch wenn mich Nadine dreisterweise nach dem Spiel fragte, wieviel Bier ich getrunken hätte. Ich wäre so fröhlich. Unverschämtheit. Also wäre der Meister der schlechten Laune nur mit Alkohol fröhlich. Dabei hat Suff keie Auswirkungen auf meine Laune.
Irgendwann so um 3 bin ich Richtung Bahnhof, weil ich erfreut festgestellt hatte, dass sogar in Dortmund die S-Bahnen Nachts fahren. Dummerweise fahren die aber nicht nur bis Dortmund, sondern viel weiter. Was unzweifelhaft daran zu erkennen war, dass ich einschlief und in irgendeinem beschissenen Vorort von Hagen wieder wach wurde. 40 Minuten Fahrzeit von Kruckel weg. Und der nächste Zug zurück fuhr erst 45 Minuten später, so dass ich mir mitten in der Nacht selbige an einer Bahn-Station um die Ohren schlagen konnte. Bei beschissenem Wetter. Ohne was zu lesen oder so. Aber sehen wir es positiv: Beim letzten Mal bin ich in der Stube am Tresen eingeschlafen. Ich macht zeitlich Fortschritte. Auch wenn ich die mit klimatischen Rückschritten erkaufe. Um 6 war ich dann jedenfalls im Bett und um 8 schellte der Wecker wegen der Fanversammlung. War also eine kurze „Nacht“.
Jetzt sitze ich wieder im ICE nach Hamburg. Die Kombination Dortmund – Hamburg gefällt mir extrem gut. Ich arbeite gerade daran mir eine Möglichkeit zu bauen – mit meiner Firma, ich will da nicht weg– im Pott Geld zu verdienen. Dann noch eine Wohnung in Dortmund und dann richtig pendeln. Sieht aktuell so aus, als würde der Plan klappen. Warum auch nicht? Wenn man sich nicht selbst im Weg steht kann man ja alles erreichen.
Ich mag mein Leben so gestalten wie ich will.
Irgendwann so um 3 bin ich Richtung Bahnhof, weil ich erfreut festgestellt hatte, dass sogar in Dortmund die S-Bahnen Nachts fahren. Dummerweise fahren die aber nicht nur bis Dortmund, sondern viel weiter. Was unzweifelhaft daran zu erkennen war, dass ich einschlief und in irgendeinem beschissenen Vorort von Hagen wieder wach wurde. 40 Minuten Fahrzeit von Kruckel weg. Und der nächste Zug zurück fuhr erst 45 Minuten später, so dass ich mir mitten in der Nacht selbige an einer Bahn-Station um die Ohren schlagen konnte. Bei beschissenem Wetter. Ohne was zu lesen oder so. Aber sehen wir es positiv: Beim letzten Mal bin ich in der Stube am Tresen eingeschlafen. Ich macht zeitlich Fortschritte. Auch wenn ich die mit klimatischen Rückschritten erkaufe. Um 6 war ich dann jedenfalls im Bett und um 8 schellte der Wecker wegen der Fanversammlung. War also eine kurze „Nacht“.
Jetzt sitze ich wieder im ICE nach Hamburg. Die Kombination Dortmund – Hamburg gefällt mir extrem gut. Ich arbeite gerade daran mir eine Möglichkeit zu bauen – mit meiner Firma, ich will da nicht weg– im Pott Geld zu verdienen. Dann noch eine Wohnung in Dortmund und dann richtig pendeln. Sieht aktuell so aus, als würde der Plan klappen. Warum auch nicht? Wenn man sich nicht selbst im Weg steht kann man ja alles erreichen.
Ich mag mein Leben so gestalten wie ich will.
Freitag, 12. November 2010
Was macht man jetzt mit Nena?
Was macht man jetzt mit Nena? Okay, in der Nordsee verklappen wäre ein Option, aber das meine ich nicht und ich will auch keine Ärger mit Greenpeace. Wobei die bestimmt biologisch abbaubar ist. Also genauer gesagt: Was macht man heute während Nena singt? Alleine, dafür dass diese Frage aufkommt, möchte ich den Verantwortlichen beim BVB gerne mal ins Gebet nehmen. Eigentlich hat man ja so sein gewohntes Ritual, dass man auch lieb gewonnen hat. Man trifft sich vor dem Spiel auf zehn… ähem… ich meine: ein Bier, geht dann irgendwann ins Stadion, holt die ADK ab, schnackt mit allem, was man unterwegs so trifft, hört sich von den Bichs Dude-Sprüche an, geht in auf seinen Platz, hört den den Siegesmarsch - wenn man rechtzeitig da ist und sich nicht festgequatscht hat - singt „You´ll never walk alone“, mit Mannschaftsaufstellung, Spielbeginn.
Und plötzlich muss ich mich damit auseinandersetzen, was ich mache, während Nena singt. Das kotzt mich an. Nicht, weil es Nena ist. Natürlich ist die Musik unsäglich – von der Frau wollen wir gar nicht erst anfangen – aber darum geht es mir gar nicht. Es geht mir um die Sache an sich. Ich will vor einem Fußballspiel keine Musikperformance haben. Egal von wem. Ich bin riesengroßer Fan der Einstürzenden Neubauten, aber selbst, wenn die da wieder in Originalbesetzung performen würden, fände ich es scheiße. Ich bin Fußball-Fan und ich will im Fußball-Stadion eben Fußball sehen. Keine Bands, keine lustigen Tänzer und keine boxenden Kanguruhs. Diese „Vereventisierung“ meinen Sports geht mir auf den Keks.
Erst ist es Nena, warum nicht irgendwann eine Lichtshow beim Einlaufen und Musik in den Pausen? Willkommen bei der TSG Hoppelhausen. Wer auf so ein Zeug steht soll zum Boxen gehen. Oder Eishockey. Oder Seifenkistenrennen. Alles tolle Veranstaltungen, die ich den Leuten gönne. Aber lasst die Finger vom Fußball. Und falls mich wer fragt: Nein, ich finde nicht, dass ich übertreibe, ich spitze höchstens zu. Es ist wie der Frosch, der langsam gekocht wird und nicht aus dem Topf springt. Immer ein bisschen mehr Show. Bis wir irgendwann nur noch Kunden sind, die unterhalten werden wollen und höflichen Applaus spenden. Die Vereine würden sich und den Fans einen Gefallen tun, wenn sie auf überflüssige Unterhaltungselemente verzichten. Die sollen sich um Sport kümmern, für die Stimmung sind wir zuständig. Jeder das, was er am besten kann. Diese Teilung funktioniert in der Bundesliga hervorragend und deswegen bin ich da bei jedem Angriff sehr empfindlich. Ich will nicht der Frosch sein, der das nächste Grad im Kochtopf erträgt ohne zu klagen. Man mag mich talibanös schimpfen, aber da gibt es für mich keine Kompromisse. Und nun kommt mir nicht damit, dass hier schon ganz andere Hirngrataten im Stadion performed haben. Das macht es nicht besser, sondern schlimmer.
Was macht man denn nun heute? Man kann Nena natürlich nicht auspfeifen. Das ist hochgradig unhöflich, würde niemand verstehen und wäre dann doch ein Affront dem Verein – oder besser der KGaA - gegenüber. Auch wenn ich das Gefühl habe, dass da seit dieser Saison wer Neues am rumstümpern ist, dessen Talent in diametralem Missverhältnis zu seinen Ansprüchen steht. Aber so scheiße Nena als Person auch sein mag, ein bisschen Respekt muss man gegenüber Künstlern und auch gegenüber Gästen. Man sollte eher denjenigen auspfeiffen, der die Idee hat Nena einzuladen. Aber dass ich es scheiße finde, dass sie eingeladen wurde kann ich nicht an ihr auslassen. Die kann nichts dafür und ein normaler menschlicher Umgang gehört sich auch für Fußball-Fans. Ich will und werde mich aber auch nicht zum Klatschvieh des modernen Fußball – das ich das mal schreibe – machen lassen. Deswegen werde ich sobald irgendwas, was wie Nena aussieht das Stadion betritt den Block verlassen und was Sinnvolles machen. Gegen die moderne Nena sozusagen. Sagt mir Bescheid, wenn die wieder weg ist und der Fußball wieder denjenigen gehört, die was damit anfangen können. Ein Leser von mir schrieb mir übrigens gestern noch eine Mail:
„Hey, geht's euch allen gut...!?“ - so wird sie beginnen. Schlimm.
Und plötzlich muss ich mich damit auseinandersetzen, was ich mache, während Nena singt. Das kotzt mich an. Nicht, weil es Nena ist. Natürlich ist die Musik unsäglich – von der Frau wollen wir gar nicht erst anfangen – aber darum geht es mir gar nicht. Es geht mir um die Sache an sich. Ich will vor einem Fußballspiel keine Musikperformance haben. Egal von wem. Ich bin riesengroßer Fan der Einstürzenden Neubauten, aber selbst, wenn die da wieder in Originalbesetzung performen würden, fände ich es scheiße. Ich bin Fußball-Fan und ich will im Fußball-Stadion eben Fußball sehen. Keine Bands, keine lustigen Tänzer und keine boxenden Kanguruhs. Diese „Vereventisierung“ meinen Sports geht mir auf den Keks.
Erst ist es Nena, warum nicht irgendwann eine Lichtshow beim Einlaufen und Musik in den Pausen? Willkommen bei der TSG Hoppelhausen. Wer auf so ein Zeug steht soll zum Boxen gehen. Oder Eishockey. Oder Seifenkistenrennen. Alles tolle Veranstaltungen, die ich den Leuten gönne. Aber lasst die Finger vom Fußball. Und falls mich wer fragt: Nein, ich finde nicht, dass ich übertreibe, ich spitze höchstens zu. Es ist wie der Frosch, der langsam gekocht wird und nicht aus dem Topf springt. Immer ein bisschen mehr Show. Bis wir irgendwann nur noch Kunden sind, die unterhalten werden wollen und höflichen Applaus spenden. Die Vereine würden sich und den Fans einen Gefallen tun, wenn sie auf überflüssige Unterhaltungselemente verzichten. Die sollen sich um Sport kümmern, für die Stimmung sind wir zuständig. Jeder das, was er am besten kann. Diese Teilung funktioniert in der Bundesliga hervorragend und deswegen bin ich da bei jedem Angriff sehr empfindlich. Ich will nicht der Frosch sein, der das nächste Grad im Kochtopf erträgt ohne zu klagen. Man mag mich talibanös schimpfen, aber da gibt es für mich keine Kompromisse. Und nun kommt mir nicht damit, dass hier schon ganz andere Hirngrataten im Stadion performed haben. Das macht es nicht besser, sondern schlimmer.
Was macht man denn nun heute? Man kann Nena natürlich nicht auspfeifen. Das ist hochgradig unhöflich, würde niemand verstehen und wäre dann doch ein Affront dem Verein – oder besser der KGaA - gegenüber. Auch wenn ich das Gefühl habe, dass da seit dieser Saison wer Neues am rumstümpern ist, dessen Talent in diametralem Missverhältnis zu seinen Ansprüchen steht. Aber so scheiße Nena als Person auch sein mag, ein bisschen Respekt muss man gegenüber Künstlern und auch gegenüber Gästen. Man sollte eher denjenigen auspfeiffen, der die Idee hat Nena einzuladen. Aber dass ich es scheiße finde, dass sie eingeladen wurde kann ich nicht an ihr auslassen. Die kann nichts dafür und ein normaler menschlicher Umgang gehört sich auch für Fußball-Fans. Ich will und werde mich aber auch nicht zum Klatschvieh des modernen Fußball – das ich das mal schreibe – machen lassen. Deswegen werde ich sobald irgendwas, was wie Nena aussieht das Stadion betritt den Block verlassen und was Sinnvolles machen. Gegen die moderne Nena sozusagen. Sagt mir Bescheid, wenn die wieder weg ist und der Fußball wieder denjenigen gehört, die was damit anfangen können. Ein Leser von mir schrieb mir übrigens gestern noch eine Mail:
„Hey, geht's euch allen gut...!?“ - so wird sie beginnen. Schlimm.
Donnerstag, 11. November 2010
Ich kotze von Nenas Leuchtturm
Ich hasse Nena. Okay, das ist jetzt auch nicht sonderlich exklusiv, denn wie ich ja schon gestern ausgeführt habe, habe ich es ja so generell nicht mit Menschen. Aber Nena ist auf meiner Shitlist ungefähr auf einer Ebene mit in der Bahn singenden Kutten. Wobei das eine Beleidigung für alle singenden Kutten ist, die ich hiermit sofort zurückziehe. Und nun lese ich heute morgen , dass Nena „Leuchtturm“ im Stadion singt. Fucking Nena! In meinem Stadion. Nun könnte ich noch Glück haben, weil die Ruhrnachrichten schreiben, dass sie im Signal-Iduna-Park singt, während ich im Westfalenstadion bin. Aber ich fürchte, dass die Plunz so laut schreit, dass ich es bis dahin höre. Wobei ich natürlich nicht weiß, wo genau diese Signal-Iduna-Park sein soll. Vielleicht ist der ja weit genug weg.
Im Gegensatz zu den meisten von Euch habe ich Nena ja noch mitbekommen, als sie groß wurde. Ich war damals glaube ich 12 und war schon da kein großer Fan der Dame. Womit ich aber auch eine Ausnahme war, denn Nena war damals richtig richtig richtig angesagt. Aber außer mit „99 Luftballons“ konnte ich selbst mit 12 nichts mit der Musik anfangen. Das ist nicht mein Sound und war es nie. Ganz im Ernst, wie soll auch aus Hagen was Gutes kommen? Der 7. schlimmsten Stadt des Universums? Gegen Hagen ist selbst Witten lebendig. Und das will was heißen. Meine große Antipathie gegen Hagens schlimmstes Exportgut entwickelte sich aber erst mit den Jahren, als die nach Hamburg zog – verfolgt die mich eigentlich? –und sie sich mit irgendwelchen Kinderlieder mehr schlecht als recht durchs Leben schlug. Alles an dieser Person ist scheiße. Wenn man die reden hört ist weiß man doch, was mit der los ist. Und da ich einige Leute kenne, die Nena persönlich kennen, weiß ich, dass die wirklich so schlimm ist, wie ich immer vermutete. Grauenhafte Person! Folgendes Zitat der Ruhrnachrichten sagt meiner Meinung nach alles „Ich könnte mir sehr gut vorstellen, so ein aufregendes Spiel zu besuchen und einfach dabei zu sein. Laden Sie mich und meine Jungs ein?“ So ein aufregendes Spiel? Ich weiß genau, wie sie das gesagt hat mit ihrem Überbiss.
Nun singt die also morgen „Leuchtturm“. Einen Song, der meiner Meinung nach eh nicht ins Stadion passt. Das war super für die Zeit nach dem Derby und zwei Wochen danach. Da war das richtig geil und emotional. Aber nun sollte der Song wieder in die Mottenkiste und in Würde sterben. Immer, wenn man den jetzt im Stadion hört klingt das wie der verzweifelte Versuch ein altes Gefühl zu reanimieren. Oder anders formuliert: Das war mal geil und jetzt ist es nur noch Nena.
Was macht man also morgen, wenn die flache Flunder vor der Süd singt? Nichts. Natürlich könnte ich vom Leuchtturm kotzen und die ist die erste Reaktion die auszupfeiffen, aber das ist hochgradig asozial und hat nicht mal Nena verdient. Vor allem würde das keiner verstehen. Klar schleimt die sich an, aber sie wurde ja scheinbar aktiv gefragt, ob sie da Auftritt. Und ich finde das Auspfeifen von Leuten, die eine Performance machen ganz schlimm. Der Künstler gibt viel von sich persönlich, warum sollte man dem ins Gesicht treten? Auch wenn er eine sie ist und Nena heißt. Und sie ist eben ein Gast und da hat man sich höflich zu verhalten. Auch wenn´s mir schwer fällt. Also Ohren zu und durch.
Oderich sehe es einfach positiv und freue mich drauf. Immer dagegen ist auch keine Lösung
Im Gegensatz zu den meisten von Euch habe ich Nena ja noch mitbekommen, als sie groß wurde. Ich war damals glaube ich 12 und war schon da kein großer Fan der Dame. Womit ich aber auch eine Ausnahme war, denn Nena war damals richtig richtig richtig angesagt. Aber außer mit „99 Luftballons“ konnte ich selbst mit 12 nichts mit der Musik anfangen. Das ist nicht mein Sound und war es nie. Ganz im Ernst, wie soll auch aus Hagen was Gutes kommen? Der 7. schlimmsten Stadt des Universums? Gegen Hagen ist selbst Witten lebendig. Und das will was heißen. Meine große Antipathie gegen Hagens schlimmstes Exportgut entwickelte sich aber erst mit den Jahren, als die nach Hamburg zog – verfolgt die mich eigentlich? –und sie sich mit irgendwelchen Kinderlieder mehr schlecht als recht durchs Leben schlug. Alles an dieser Person ist scheiße. Wenn man die reden hört ist weiß man doch, was mit der los ist. Und da ich einige Leute kenne, die Nena persönlich kennen, weiß ich, dass die wirklich so schlimm ist, wie ich immer vermutete. Grauenhafte Person! Folgendes Zitat der Ruhrnachrichten sagt meiner Meinung nach alles „Ich könnte mir sehr gut vorstellen, so ein aufregendes Spiel zu besuchen und einfach dabei zu sein. Laden Sie mich und meine Jungs ein?“ So ein aufregendes Spiel? Ich weiß genau, wie sie das gesagt hat mit ihrem Überbiss.
Nun singt die also morgen „Leuchtturm“. Einen Song, der meiner Meinung nach eh nicht ins Stadion passt. Das war super für die Zeit nach dem Derby und zwei Wochen danach. Da war das richtig geil und emotional. Aber nun sollte der Song wieder in die Mottenkiste und in Würde sterben. Immer, wenn man den jetzt im Stadion hört klingt das wie der verzweifelte Versuch ein altes Gefühl zu reanimieren. Oder anders formuliert: Das war mal geil und jetzt ist es nur noch Nena.
Was macht man also morgen, wenn die flache Flunder vor der Süd singt? Nichts. Natürlich könnte ich vom Leuchtturm kotzen und die ist die erste Reaktion die auszupfeiffen, aber das ist hochgradig asozial und hat nicht mal Nena verdient. Vor allem würde das keiner verstehen. Klar schleimt die sich an, aber sie wurde ja scheinbar aktiv gefragt, ob sie da Auftritt. Und ich finde das Auspfeifen von Leuten, die eine Performance machen ganz schlimm. Der Künstler gibt viel von sich persönlich, warum sollte man dem ins Gesicht treten? Auch wenn er eine sie ist und Nena heißt. Und sie ist eben ein Gast und da hat man sich höflich zu verhalten. Auch wenn´s mir schwer fällt. Also Ohren zu und durch.
Oderich sehe es einfach positiv und freue mich drauf. Immer dagegen ist auch keine Lösung
Mittwoch, 10. November 2010
Haltet Euer Maul, ihr Affen
Mir gehen Fußball-Fans auf den Sack. Zumindest teilweise. Das ist wenig überraschend, denn im Allgemeinen nerven mich alle Menschen eigentlich. Ich bin halt einfach eine schlecht-gelaunte Kackbratze. Wahrscheinlich bin ich sogar der König der schlecht-gelaunten Kackbratzen. Darf ich vorstellen: Ihre Majestät Kackbratz I. Aber wir wollen ja nicht soviel über mich reden. Wobei ich gerne über mich rede. Nur falls es noch keiner gemerkt haben sollte. Kommen wir trotzdem zurück zum Thema Fußball-Fans und warum die nerven. Womit ich natürlich nicht alle meine, sondern nur einen Teil. Wobei natürlich irgendwo doch alle, weil mir ja alle Menschen auf den Keks gehen und da natürlich auch Fans zu gehören. Also reden wir eben von denjenigen Fans, die mir BESONDERS auf den Nerv gehen. Und zwar diese Vollhonks, die meinen dass man ein Fußball-Stadion auch in die Bahn verfrachten kann. Wahlweise auch ein Bus.
Falls ihr nicht wisst, was ich meine: Dieses unfassbar dumme Gesinge in öffentlichen Verkehrsmitteln. Das ist so ein dummes Suffkutten-Verhalten und nervt einfach nur. Mich macht so was aggressiv. Vor allem sind das meistens diejenigen, die dann im Stadion ihre dumme Fresse nicht aufbekommen. Und es ist auch so sinnfrei. Warum singe ich in einem Zug? Da ist doch niemand, den ich supporten kann. Oder kommt Nuri Sahin durch die linke Tür rein und dribbelt sich rechts wieder raus? Eben. Nach dem Spiel im Überschwang der Gefühle ist das ja nachvollziehbar, wenn den ganzen Wagon so eine Eigendynamik erfasst. Aber vorher? So als einzelnen Gruppe? Echt nicht. Haltet einfach Eure dumme Fresse bis ihr im Stadion seid, ihr Affen!
Manchmal gibt es unter den Idioten noch mal besonders herausragende Leuchttürme. Zum Beispiel diese Vollhonks die nach der Landung im Flieger nach Paris irgendwelche BVB Lieder anstimmen mussten. Un-fass-bar nervig und peinlich. Oder die vier Kutten – und die hatten wirklich welche – die vor dem Leverkusen-Spiel in der U-Bahn alles gaben. Neben mir saß ein Ehepaar und von Links brüllten die Affen „Ihr steht auf Schwänze und nicht auf Busen, ihr seid die Fans von Bayer Leverkusen“. Und das ohne Unterlass in einer Lautstärke, dass man einfach nur töten wollte. Das Paar neben mir tat mir echt leid. Mich hätte mal interessiert, was die sagen, wenn man sie zum „Erhalt der Fankultur“ befragt. „Welche Kultur?“ wahrscheinlich. Diese Typen können von mir aus alle im Meer verschwinden.
In diesem Sinne: Kackbratz I. hat gesprochen!
Falls ihr nicht wisst, was ich meine: Dieses unfassbar dumme Gesinge in öffentlichen Verkehrsmitteln. Das ist so ein dummes Suffkutten-Verhalten und nervt einfach nur. Mich macht so was aggressiv. Vor allem sind das meistens diejenigen, die dann im Stadion ihre dumme Fresse nicht aufbekommen. Und es ist auch so sinnfrei. Warum singe ich in einem Zug? Da ist doch niemand, den ich supporten kann. Oder kommt Nuri Sahin durch die linke Tür rein und dribbelt sich rechts wieder raus? Eben. Nach dem Spiel im Überschwang der Gefühle ist das ja nachvollziehbar, wenn den ganzen Wagon so eine Eigendynamik erfasst. Aber vorher? So als einzelnen Gruppe? Echt nicht. Haltet einfach Eure dumme Fresse bis ihr im Stadion seid, ihr Affen!
Manchmal gibt es unter den Idioten noch mal besonders herausragende Leuchttürme. Zum Beispiel diese Vollhonks die nach der Landung im Flieger nach Paris irgendwelche BVB Lieder anstimmen mussten. Un-fass-bar nervig und peinlich. Oder die vier Kutten – und die hatten wirklich welche – die vor dem Leverkusen-Spiel in der U-Bahn alles gaben. Neben mir saß ein Ehepaar und von Links brüllten die Affen „Ihr steht auf Schwänze und nicht auf Busen, ihr seid die Fans von Bayer Leverkusen“. Und das ohne Unterlass in einer Lautstärke, dass man einfach nur töten wollte. Das Paar neben mir tat mir echt leid. Mich hätte mal interessiert, was die sagen, wenn man sie zum „Erhalt der Fankultur“ befragt. „Welche Kultur?“ wahrscheinlich. Diese Typen können von mir aus alle im Meer verschwinden.
In diesem Sinne: Kackbratz I. hat gesprochen!
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