Ein unfassbar spannendes Fußballwochenende steht bevor. Die deutsche Nationalmannschaft kämpft um den ersten Platz in der Qualifikation zur WM 2010. Wird das deutsche Team auf Kunstrasen bestehen können? Werden die Russen fiese Tricks auspacken? Die Spannung steigt ins unermessliche. Heldenhaft werden unsere Jungs am Samstag… Moment mal…Wer findet den Fehler? Irgendwas stimmt doch hier nicht.
Ich weiß ja nicht, wie es Ihnen geht, geneigter Leser, aber die deutsche Fußballnationalmannschaft interessiert mich so sehr die die deutsche Meisterschaft im Gewichtheben. Ich höre mir das Ergebnis an und wenn es im Fernsehen läuft schalte ich auch nicht zwingend weg, aber das ganze emotionalisiert mich 0,0. Ich habe mir fest vorgenommen die Phrase vom Hallenhalma nicht zu benutzen, aber es fällt wirklich schwer.
Falls Sie einer meiner zahlreichen außerirdischen Leser sind und keine Ahnung haben wovon ich spreche: Nationalmannschaft ist, wenn Frauen auch Fußball schauen. Und damit meine ich keine weiblichen Fußball-Fans, sondern Menschen weiblichen Geschlechts, die sich überhaupt nicht für den Sport interessieren, aber „den Schweini so süß finden“. Aber nur, wenn er in der Nationalmannschaft spielt. Denen Fußball im allgemeinen zu prollig ist, aber die sich zu Nationalmannschaftsspielen dann gebärden wie eine 14jährige bei Tokyo Hotel Konzert. Hauptsache mal irgendwie mitfeiern und ganz wichtig: Public Viewing. Alleine bei dem Wort muss ich schon kotzen. Eine Masse von überwiegend ahnungslosen Fußball-Guckern sammelt sich in großen Mengen auf riesigen Plätzen um das Spiel schlecht sehen zu können, aber kollektiv am Rad zu drehen. Ich bin echt am überlegen, ob ich mir nicht wünschen sollte, dass Deutschland die Qualifikation nicht schafft. Dann kann man wenigstens in Ruhe die WM schauen und ich muss mir keine INterview mit Jogi Löw anhören, der versucht mit Darth Vader um die Wette zu atmen.
Zum Glück wird mir die Frage, ob ich mir das Spiel anschaue oder nicht abgenommen, denn ich bin am Wochenende in unserer Berliner Zweitwohnung und da hat mir Kabel Deutschland. – nachdem ich das Premium-Paket gekündigt hatte – mal eben das ganze Fernsehen abgestellt.
Ein Fehler, den ich gerade sehr zu schätzen weiß.
Mittwoch, 7. Oktober 2009
Dienstag, 6. Oktober 2009
Stalin, Kinski, Didi Hallervorden
Es ist mal wieder einer der Tage an dem ich mich frage, warum zum Teufel ich mir bei meinem Job und der Arbeit für den Fanclub auch noch diesen Blog antue? Ganz im Ernst: Ich habe echt andere Sorgen. Als heute um 7 Uhr der Wecker schelte, fing sich mein Kopf an um das Thema „Moderationen der Game Awards“ zu drehen, was ich auch nicht aus dem Kopf bekommen habe, bis ich um 08:30 endlich aufgestanden bin. Total sinnlos so was. Warum kann man sei Hirn nicht einfach abschalten wie man will?
Wie immer ist das letzte Quartal des Jahres mit extrem viel Arbeit verbunden. Mir ist also echt nicht langweilig im Moment, warum zum Teufel tu ich mir es dann also noch an, dass ich hier den Blog schreibe, anstatt direkt zur Arbeit zu gehen? Oder wenigstens was zu lesen oder sonstwas. Vielleicht, weil das das einzige wirklich Private ist, was ich in meinem Leben habe, in dem ich niemandem Rechenschaft schuldig bin. Ich kann hier tun und lassen was ich will ohne, dass ich mir überlege wie ich das durchsetzte oder wie ich das Thema verkaufe. Ich kann hier 100 Mal „Ich esse meine Suppe nicht“ schreiben und selbst Sie, geneigter Leser, können sich zwar darüber ärgern, aber werden es nicht ändern können.
Vielleicht erklärt sich mein manischer Hang zum bloggen auch aus meiner Psychostruktur. Ich bin - vorsichtig formuliert – „schwierig“. Die tollste Frau von Welt wo gibt meint ich wäre der anstrengendste Mensch, den sie jemals getroffen hat. Und MTV Kollege Christian meinte mal ich sei eine Mischung aus Stalin, Kinski und Didi Hallervorden. Was irgendwie in der Tat seine sehr treffenden Beschreibung meiner Person ist, denn ich bin oft Rücksichtslos (Stalin), launisch und cholerisch wie eine Diva (Kinski) und dabei sehr oft unfreiwillig komisch (Hallervorden). Und da alle drei dieser Menschen einen Hang zur Selbstdarstellung haben, bleibt es nicht aus, dass auch ich gerne im Mittelpunkt stehe. Davon profitieren Sie nun, geneigter Leser. Denn erstaunlicher Weise gibt es eine Menge Leute, die sich meine Innenleben regelmäßig antun und sich davon auch noch unterhalten fühlen. Was mich immer wieder verwundert. Denn es ist nicht schön ich zu sein. Glauben Sie mir. Ich weiß das seit 39 Jahren.
Allerdings frage ich mich, ob Sie sich nicht eigentlich schämen mich auszunutzen. Sich an meinem Seelenleid auch noch zu ergötzen. Sie kennen wohl gar keine Hemmungen was? Schämen Sie sich! Ich weiß inzwischen von Bürogemeinschaften, die gemeinsam meinen Blog lesen! Ungelogen! Kollektives Ergötzen am Leiden eines armen BVB-Fans. Ich bin empört.
Oder gerührt!
Wie immer ist das letzte Quartal des Jahres mit extrem viel Arbeit verbunden. Mir ist also echt nicht langweilig im Moment, warum zum Teufel tu ich mir es dann also noch an, dass ich hier den Blog schreibe, anstatt direkt zur Arbeit zu gehen? Oder wenigstens was zu lesen oder sonstwas. Vielleicht, weil das das einzige wirklich Private ist, was ich in meinem Leben habe, in dem ich niemandem Rechenschaft schuldig bin. Ich kann hier tun und lassen was ich will ohne, dass ich mir überlege wie ich das durchsetzte oder wie ich das Thema verkaufe. Ich kann hier 100 Mal „Ich esse meine Suppe nicht“ schreiben und selbst Sie, geneigter Leser, können sich zwar darüber ärgern, aber werden es nicht ändern können.
Vielleicht erklärt sich mein manischer Hang zum bloggen auch aus meiner Psychostruktur. Ich bin - vorsichtig formuliert – „schwierig“. Die tollste Frau von Welt wo gibt meint ich wäre der anstrengendste Mensch, den sie jemals getroffen hat. Und MTV Kollege Christian meinte mal ich sei eine Mischung aus Stalin, Kinski und Didi Hallervorden. Was irgendwie in der Tat seine sehr treffenden Beschreibung meiner Person ist, denn ich bin oft Rücksichtslos (Stalin), launisch und cholerisch wie eine Diva (Kinski) und dabei sehr oft unfreiwillig komisch (Hallervorden). Und da alle drei dieser Menschen einen Hang zur Selbstdarstellung haben, bleibt es nicht aus, dass auch ich gerne im Mittelpunkt stehe. Davon profitieren Sie nun, geneigter Leser. Denn erstaunlicher Weise gibt es eine Menge Leute, die sich meine Innenleben regelmäßig antun und sich davon auch noch unterhalten fühlen. Was mich immer wieder verwundert. Denn es ist nicht schön ich zu sein. Glauben Sie mir. Ich weiß das seit 39 Jahren.
Allerdings frage ich mich, ob Sie sich nicht eigentlich schämen mich auszunutzen. Sich an meinem Seelenleid auch noch zu ergötzen. Sie kennen wohl gar keine Hemmungen was? Schämen Sie sich! Ich weiß inzwischen von Bürogemeinschaften, die gemeinsam meinen Blog lesen! Ungelogen! Kollektives Ergötzen am Leiden eines armen BVB-Fans. Ich bin empört.
Oder gerührt!
Montag, 5. Oktober 2009
Warten auf diesen einen Moment
Wie schnell sich die Fußball-Welt doch ändert. Im Mai diesen Jahres stand in in Gladbach in der Gästekurve und habe mit meinem Verein um die Teilnahme an der Europa-League gezittert. Etwas mehr als vier Monate später stehe ich in selbiger Kurve und zittere darum, dass wir überhaupt mal drei Punkte mitnehmen. Und das in einem äußert mäßigen Spiel. Fußball ist so eine komische Momentaufnahme. Ich habe sogar das Gefühl, dass ich nach dem Spiel am Samstag deutlich geschaffter war als nach dem Spiel im Mai. Wahrscheinlich, weil es um viel existenzieller Dinge ging. Im Mai ging es darum, ob Du Sahnetorte oder Butterbrot ist. Am Samstag, ob Du vielleicht gar nicht mehr an den Fleischtöpfen bist.
Ich will mich auch gar nicht darüber beschweren, denn zum Fußball gehört nun mal eine extreme Leidensfähigkeit und das Wissen, dass Du mehr negative als positive Erlebnisse hast. Sich darüber zu beklagen ist sinnlos. Ich kann es ja auch nicht ändern, dass im Dezember um 16:00 Uhr die Sonne weg ist. Das ist nicht schön, aber ist nun mal gesetzt. Und wenn der Winter Dich fertig macht, dann denk an den letzten Sommer und an den kommenden Frühling, wenn Dir die Sonne auf die Haut scheint.
Und so habe ich nach wie vor die letzte Saison im Herzen. Diese Spielzeit hat mir wieder so Lust auf Fußball gemacht, dass ich bereitwillig noch ein, zwei, drei oder zehn schlechte Saisons überstehe. Irgendwann wird schon wieder die Sonne aufgehen für uns. Sei es mit Jürgen Klopp oder – bitte nicht – ohne ihn. Irgendwann wird irgendein Spieler in schwarz-gelbem Trikot irgendeinen Pokal oder irgendeine Schale hochhalten und das wird der Moment sein an dem ich alle schlechten Spiele bis dahin vergessen haben werde. Diese eine Moment auf den zu warten sich lohnt. Der 100 stundenlange Rückfahrten nach Niederlagen auf wiegt. Der jeden Euro den Du in Deinen Verein investiert hast wieder wettmacht. Irgendwann stehst Du da und die Fußball-Sonne scheint auf Dich.
Ich weiß nicht, wann das sein wird, aber ich weiß, dass es sich darauf zu warten lohnt.
Ich will mich auch gar nicht darüber beschweren, denn zum Fußball gehört nun mal eine extreme Leidensfähigkeit und das Wissen, dass Du mehr negative als positive Erlebnisse hast. Sich darüber zu beklagen ist sinnlos. Ich kann es ja auch nicht ändern, dass im Dezember um 16:00 Uhr die Sonne weg ist. Das ist nicht schön, aber ist nun mal gesetzt. Und wenn der Winter Dich fertig macht, dann denk an den letzten Sommer und an den kommenden Frühling, wenn Dir die Sonne auf die Haut scheint.
Und so habe ich nach wie vor die letzte Saison im Herzen. Diese Spielzeit hat mir wieder so Lust auf Fußball gemacht, dass ich bereitwillig noch ein, zwei, drei oder zehn schlechte Saisons überstehe. Irgendwann wird schon wieder die Sonne aufgehen für uns. Sei es mit Jürgen Klopp oder – bitte nicht – ohne ihn. Irgendwann wird irgendein Spieler in schwarz-gelbem Trikot irgendeinen Pokal oder irgendeine Schale hochhalten und das wird der Moment sein an dem ich alle schlechten Spiele bis dahin vergessen haben werde. Diese eine Moment auf den zu warten sich lohnt. Der 100 stundenlange Rückfahrten nach Niederlagen auf wiegt. Der jeden Euro den Du in Deinen Verein investiert hast wieder wettmacht. Irgendwann stehst Du da und die Fußball-Sonne scheint auf Dich.
Ich weiß nicht, wann das sein wird, aber ich weiß, dass es sich darauf zu warten lohnt.
Sonntag, 4. Oktober 2009
Erich Honecker lebt : Er hat ein Stadion in Gladbach bauen lassen
Es gäbe jede Menge Themen für den heutigen Blogeintrag. Zum Beispiel die Frage, warum Mönchengladbach zwar nur eine Stunde mehr Fahrzeit von Hamburg entfernt ist als Dortmund, aber gefühlt doppelt so weit weg ist. Oder dass ich gestern wieder gemerkt habe, warum ich beim Fußball gerne trinke, weil ich das als Fahrer gestern nicht nämlich nicht konnte und die komplette Hinfahrt Jobprobleme gewälzt habe. Oder dass ich auch nach Ankunft ohne ein einziges Bier ins Stadion musste, weil mich Raphi am Bierstand hinter der Gladbacher Kurve vorbeigezogen hat, mit dem falschen Versprechen hinter der Gästekurve wäre auch ein Bierstand. Oder Vorsänger Daniel, der – ich liebe große Gesten – gestern die Situation bei TU dadurch unterstrich, dass er im Trikot auf dem Zaun saß. Oder dem Umstand, dass ich nach dem Spiel fix und fertig war, weil es sowohl vom Team als auch von uns hart erkämpft war. Oder von der sehr guten Stimmung bei uns im Block und der nicht vorhandenen Gladbacher Stimmung. Als das wäre wirklich ein Posting wert und vielleicht werde ich im Laufe der Woche noch mal auf das eine oder andere Thema zurückkommen.
Aber was ich als erstes loswerden muss ist die abgrundtiefe Hässlichkeit des „Borussia Parks“. Unfassbar wie man so was hochziehen kann. Mitten auf dem freien Feld in „the middle of nowhere“ hat man einen Plattenbau hochgezogen, der einfach nicht den geringsten ästhetischen Anspruch hat. Das ganze sieht aus als hätte Erich Honecker die VW-Arena in Wolfsburg gesehen und gesagt „Baut mir auch so was, im Stil der werktätigen Klasse“. Allerdings symbolisiert das Stadion eigentlich perfekt den Abstieg der falschen Borussia vom Verein mit internationalen Ansprüchen zur grauen Maus.
Es gibt ja nicht mehr viele Stadion in Deutschland, die ein bisschen Charme und Persönlichkeit haben, aber gegen den „Borussia Park“ kommt einem die VW-Arena in Wolfburg ja richtig gemütlich vor. Wer baut so was? Und wieso wird jemand, der so was baut nicht geviertelt? Und warum weigern sich die Gladbacher-Fans nicht in so was zu stehen? Es scheint nur darum gegangen zu sein möglichst wenig Geld auszugeben. Ich dachte die haben den Bökelberg abgerissen, weil sie ein modernes Stadion wollten? Und dann bauen sie DAS? Ich finde keine Worte für dieses hässliche Gebilde.
Okay, die Stufen im Stehbereich auf dem Bökelberg waren lebensgefährlich, aber lieber tot als den „Borussia Park“ als Heimat.
Aber was ich als erstes loswerden muss ist die abgrundtiefe Hässlichkeit des „Borussia Parks“. Unfassbar wie man so was hochziehen kann. Mitten auf dem freien Feld in „the middle of nowhere“ hat man einen Plattenbau hochgezogen, der einfach nicht den geringsten ästhetischen Anspruch hat. Das ganze sieht aus als hätte Erich Honecker die VW-Arena in Wolfsburg gesehen und gesagt „Baut mir auch so was, im Stil der werktätigen Klasse“. Allerdings symbolisiert das Stadion eigentlich perfekt den Abstieg der falschen Borussia vom Verein mit internationalen Ansprüchen zur grauen Maus.
Es gibt ja nicht mehr viele Stadion in Deutschland, die ein bisschen Charme und Persönlichkeit haben, aber gegen den „Borussia Park“ kommt einem die VW-Arena in Wolfburg ja richtig gemütlich vor. Wer baut so was? Und wieso wird jemand, der so was baut nicht geviertelt? Und warum weigern sich die Gladbacher-Fans nicht in so was zu stehen? Es scheint nur darum gegangen zu sein möglichst wenig Geld auszugeben. Ich dachte die haben den Bökelberg abgerissen, weil sie ein modernes Stadion wollten? Und dann bauen sie DAS? Ich finde keine Worte für dieses hässliche Gebilde.
Okay, die Stufen im Stehbereich auf dem Bökelberg waren lebensgefährlich, aber lieber tot als den „Borussia Park“ als Heimat.
Samstag, 3. Oktober 2009
Keine Lust auf Gladbach
Ich habe keine Lust auf das heutige Spiel. Das ganze Wochenende wird glaube ich fürchterlich scheiße. Ein Wochenende, dass mit einem Sieg des blauen Packs beginnt kann nur scheiße werden. Wo allem, wenn man wegen der Anstoßzeit mit dem Auto nach Gladbach muss, weil man mit dem Zug nicht mehr zurückkommt. Für jemanden, der so gerne trinkt wie ich ist das die Höchststrafe. Und wenn das Ziel der Reise dann noch das Stadion ist in dem man in der letzten Saison die Qualifikation für Europa verpasst hat, macht das die Laune auch nicht besser. Vor allem wenn man nicht mal an einen Sieg seiner Mannschaft glaubt. Ich sitze heute 9 Stunden im Auto und komme – wenn ich Glück habe – mit einem Punkt nach Hause. Trübe Aussichten.
Und das Ganze nach dem beschissenen Derby, das bei allen BVB-Fans immer noch nachwirkt. Die elende Woche wurde mit dem Umstand „abgerundet“, dass „The Unity“ auf unbestimmte Zeit nicht mehr als Gruppe auftritt. Ein Meldung, die mich richtig kalt erwischt hat und mir tatsächlich sehr nah geht. Ich bin alles andere als unkritisch der Ultra-Bewegung gegenüber, aber ich habe immer große Sympathien für TU. Dass wir jetzt ohne Auswärtsbanner antreten, weil das in den Händen der blauen Diebe ist und ohne TU als führende Gruppe kann ich mir noch nicht so richtig vorstellen. Ich glaube heute wird einiges anders sein als sonst. Fußball macht keinen Spaß im Moment. Die Rückrunde und dieses Wahnsinngefühl ist mindestens 100 Jahre weg. Spannend wie schnell das immer geht. Aber so wenig ist Lust auf die Fahrt habe, um so wenig habe ich die Wahl. Denn „auch in den schweren Zeiten werden wir Dich steht begleiten. Borussia wir sind immer für dich da.“
Also suchen wir mal das positive des heutigen Tages: Ich fahre mit Sebseb, Raphi und dem tollsten Cousion von Welt wo gibt zusammen und ich denke, dass ist eine ganz gute Truppe und wir werden Spaß haben. Und so stark ist die Gladbacher Gurkentruppe ja nun auch nicht, als dass da nicht doch was gehen könnte. Vielleicht wird es ja was mit dem ersten Auswärtssieg. Und ich würde mich so freuen, wenn die absteigen. Denn seit dem letzten Spiel hasse ich die abgrundtief. Also vielleicht geht ja was.
Immer diese verdammte Hoffnung.
Und das Ganze nach dem beschissenen Derby, das bei allen BVB-Fans immer noch nachwirkt. Die elende Woche wurde mit dem Umstand „abgerundet“, dass „The Unity“ auf unbestimmte Zeit nicht mehr als Gruppe auftritt. Ein Meldung, die mich richtig kalt erwischt hat und mir tatsächlich sehr nah geht. Ich bin alles andere als unkritisch der Ultra-Bewegung gegenüber, aber ich habe immer große Sympathien für TU. Dass wir jetzt ohne Auswärtsbanner antreten, weil das in den Händen der blauen Diebe ist und ohne TU als führende Gruppe kann ich mir noch nicht so richtig vorstellen. Ich glaube heute wird einiges anders sein als sonst. Fußball macht keinen Spaß im Moment. Die Rückrunde und dieses Wahnsinngefühl ist mindestens 100 Jahre weg. Spannend wie schnell das immer geht. Aber so wenig ist Lust auf die Fahrt habe, um so wenig habe ich die Wahl. Denn „auch in den schweren Zeiten werden wir Dich steht begleiten. Borussia wir sind immer für dich da.“
Also suchen wir mal das positive des heutigen Tages: Ich fahre mit Sebseb, Raphi und dem tollsten Cousion von Welt wo gibt zusammen und ich denke, dass ist eine ganz gute Truppe und wir werden Spaß haben. Und so stark ist die Gladbacher Gurkentruppe ja nun auch nicht, als dass da nicht doch was gehen könnte. Vielleicht wird es ja was mit dem ersten Auswärtssieg. Und ich würde mich so freuen, wenn die absteigen. Denn seit dem letzten Spiel hasse ich die abgrundtief. Also vielleicht geht ja was.
Immer diese verdammte Hoffnung.
Freitag, 2. Oktober 2009
Fußball vs. MTV Game Awards
Das Schicksal ist eine Sau. Eine ganz erhebliche. Gestern wurde ja die restlichen Spieltagsterminierungen der Hinrunde bekannt gegeben. Und es kam wie es kommen musste: Wir kriegen noch ein Freitagsspiel. Und zwar direkt eine Woche nach dem anderen Freitagsspiel in Leverkusen. Und damit genau in der Woche mit dem DfB Pokalspiel in Osnabrück. Danke, lieber Fußballgott. Das hast Du ja mal schön eingefädelt. DU ARSCH! Nicht nur, dass es für mich generell schwierig ist in 8 Tagen dreimal zum Fußball zu fahren, nein, das ganze findet natürlich auch noch in der Hochphase der Vorproduktion zu den MTV GAME AWARDS statt, die ich freundlicherweise verantwortlich betreuen darf. Ich hab den Kaffee echt auf. So ein verfluchter Dreck.
Ironischerweise hat sich die Schicksalsgöttin in ihrer Scheißlaune aber entschieden mir zu spielen und mir noch ein wenig Hoffnung zu machen. Denn alle drei Termine liegen so, dass ich es trotz allem schaffen könnte. An beiden Bundesligaspieltagen ist keine direkte Produktion, sondern jeweils am Tag zuvor und am DFB-Pokalspiel ist nur eine Vertonung angesetzt. Die kann ich mir so legen, wie ich will und im Notfall auch schieben. Und Osnabrück ist ja auch kein unerreichbares Ziel. Vielleicht zue ich dem Schicksal also Unrecht und es wollte mir in Wirklichkeit nur helfen.
Aber selbst, wenn das alles glatt geht, ist das halt eine sehr unschöne Situation, denn es ist nicht gerade ideal, wenn Du in den stressigsten Tagen des Jahres mal eben sagt: „Ich bin dann mal beim Fußball“. Das ist nicht zwingend motivierend für ein Team. Und natürlich wird niemand, aber auch wirklich niemand sagen „Toll, dass MauriciusQ es noch zu seinen Spielen schafft“. Es ist völlig sinnlos da auf Verständnis hoffen zu wollen. Es werden einfach alle scheiße finden. Natürlich werde ich an beiden Freitagen auch arbeiten, aber ich denke von zu Hause, weil es noch demotivierender ist, wenn man am Tag um 15:00 Uhr verschwindet, wenn der Baum brennt. Dann lieber konzentriert von zu Hause arbeiten.
Trotzdem habe ich natürlich extremes Bauchgrummeln wegen der Terminierung. Simon wird mir das – und das nehme ich ihm nicht übel – auf´s Brot schmieren, wenn ich nicht da bin. Und hinterher behaupten, dass ich die ganze Produktion über beim Fußball war und eh nur andere arbeiten lassen würde. Womit er nicht mal Unrecht hat. Weil meine Arbeit tatsächlich daraus besteht andere Arbeiten zu lassen. So gesehen kann ich ihm seine Sichtweise nicht zum Vorwurf machen.
Ich habe natürlich eine nicht geringe Chance, dass ich eines der Spiele verpasse, weil auf der Arbeit eine Situation eintritt, die meine Anwesenheit zwingend erfordert. Und dann werde ich halt – bei aller Liebe zum BVB – nicht fahren können. Was mich aber natürlich zutiefst unglücklich machen wird. Also so RICHTIG unglücklich. Ich will die 34 Spiele schaffen.
Aber dass es nicht einfach wird war ja klar.
Ironischerweise hat sich die Schicksalsgöttin in ihrer Scheißlaune aber entschieden mir zu spielen und mir noch ein wenig Hoffnung zu machen. Denn alle drei Termine liegen so, dass ich es trotz allem schaffen könnte. An beiden Bundesligaspieltagen ist keine direkte Produktion, sondern jeweils am Tag zuvor und am DFB-Pokalspiel ist nur eine Vertonung angesetzt. Die kann ich mir so legen, wie ich will und im Notfall auch schieben. Und Osnabrück ist ja auch kein unerreichbares Ziel. Vielleicht zue ich dem Schicksal also Unrecht und es wollte mir in Wirklichkeit nur helfen.
Aber selbst, wenn das alles glatt geht, ist das halt eine sehr unschöne Situation, denn es ist nicht gerade ideal, wenn Du in den stressigsten Tagen des Jahres mal eben sagt: „Ich bin dann mal beim Fußball“. Das ist nicht zwingend motivierend für ein Team. Und natürlich wird niemand, aber auch wirklich niemand sagen „Toll, dass MauriciusQ es noch zu seinen Spielen schafft“. Es ist völlig sinnlos da auf Verständnis hoffen zu wollen. Es werden einfach alle scheiße finden. Natürlich werde ich an beiden Freitagen auch arbeiten, aber ich denke von zu Hause, weil es noch demotivierender ist, wenn man am Tag um 15:00 Uhr verschwindet, wenn der Baum brennt. Dann lieber konzentriert von zu Hause arbeiten.
Trotzdem habe ich natürlich extremes Bauchgrummeln wegen der Terminierung. Simon wird mir das – und das nehme ich ihm nicht übel – auf´s Brot schmieren, wenn ich nicht da bin. Und hinterher behaupten, dass ich die ganze Produktion über beim Fußball war und eh nur andere arbeiten lassen würde. Womit er nicht mal Unrecht hat. Weil meine Arbeit tatsächlich daraus besteht andere Arbeiten zu lassen. So gesehen kann ich ihm seine Sichtweise nicht zum Vorwurf machen.
Ich habe natürlich eine nicht geringe Chance, dass ich eines der Spiele verpasse, weil auf der Arbeit eine Situation eintritt, die meine Anwesenheit zwingend erfordert. Und dann werde ich halt – bei aller Liebe zum BVB – nicht fahren können. Was mich aber natürlich zutiefst unglücklich machen wird. Also so RICHTIG unglücklich. Ich will die 34 Spiele schaffen.
Aber dass es nicht einfach wird war ja klar.
Donnerstag, 1. Oktober 2009
Freuen wir uns auf den Abstiegskampf
Ich habe die Saison für mich inzwischen abgehakt, wenn es um vordere Plätze geht. Das wird nichts. Im Gegenteil. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir richtig Gummi geben werden müssen um nicht abzusteigen. Vielleicht bin ich ja auch zu negativ und wir schaffen die Wende, aber ich glaube nicht dran. Der Mannschaft fehlt einfach ein Leader. Das ganze Gelaber von Leuten, dass wir Pech gehabt hätten etc. kann ich nicht mehr hören. Scheiß auf Pech, der Ball muss mal ins Tor. Und wir haben diese Saison pro Spiel maximal eines erzielt. Das reicht halt nicht.
Ich merke, dass ich mich psychisch ziemlich umstellen muss. Ich hatte vor der Saison eine Erwartungshaltung, dass wir so um Platz 6 bis 9 stehen und die stille Hoffnung auf mehr. Aber nun heißt es schlicht überleben. Ich weiß dass viele BVB Fans das nicht wahr haben wollen und meinen die Mannschaft könne ja mehr und man würde bald wieder auf einem besseren Platz stehen. Genau das macht mir so Sorgen. Mit der Einstellung steigst Du ab. Frag mal in Nürnberg nach. Wenn wir – Fans, Trainer und Mannschaft – nicht bald schnallen, worum es geht, dann nimmt das ein böses Ende.
Ein bisschen traurig macht mich das ja schon. Irgendwie hatte ich mich ja mal drauf gefreut, dass wir uns mal wieder Gedanken darum machen müssen wo wir in Europa so spielen. Ich kann mich gar nicht mehr wirklich an dieses Europa-Gefühl erinnern. Auch Udine scheint mir weit weg und das war ja nur ein kurzes Intermezzo.
Stattdessen fährt man nun nach Gladbach mit dem Gefühl, dass man da um einen Platz über dem Strich kämpft. Da muss man sich jetzt halt umstellen. Wenn sich die Erwartungshaltung ändert, macht das auch wieder mehr Spaß. Du darfst halt nicht wo hin fahren und denken, dass Du alle weghaust, sondern musst Dich auch mal über einen schmutzigen Sieg freuen. Hauptsache wir gewinnen überhaupt mal.
Außerdem kann Abstiegskampf genauso schön sein, wie der Kampf um Europa und nicht absteigen ist besser als Meister werden. Wer dabei war wird nie das 3:1 von Jürgen Wegmann gegen Fortuna Köln vergessen. Alles nur ein Frage der Einstellung.
Wir können den Abstiegskampf eh nicht verhindern. Dann lasst ihn uns wenigstens genießen.
Ich merke, dass ich mich psychisch ziemlich umstellen muss. Ich hatte vor der Saison eine Erwartungshaltung, dass wir so um Platz 6 bis 9 stehen und die stille Hoffnung auf mehr. Aber nun heißt es schlicht überleben. Ich weiß dass viele BVB Fans das nicht wahr haben wollen und meinen die Mannschaft könne ja mehr und man würde bald wieder auf einem besseren Platz stehen. Genau das macht mir so Sorgen. Mit der Einstellung steigst Du ab. Frag mal in Nürnberg nach. Wenn wir – Fans, Trainer und Mannschaft – nicht bald schnallen, worum es geht, dann nimmt das ein böses Ende.
Ein bisschen traurig macht mich das ja schon. Irgendwie hatte ich mich ja mal drauf gefreut, dass wir uns mal wieder Gedanken darum machen müssen wo wir in Europa so spielen. Ich kann mich gar nicht mehr wirklich an dieses Europa-Gefühl erinnern. Auch Udine scheint mir weit weg und das war ja nur ein kurzes Intermezzo.
Stattdessen fährt man nun nach Gladbach mit dem Gefühl, dass man da um einen Platz über dem Strich kämpft. Da muss man sich jetzt halt umstellen. Wenn sich die Erwartungshaltung ändert, macht das auch wieder mehr Spaß. Du darfst halt nicht wo hin fahren und denken, dass Du alle weghaust, sondern musst Dich auch mal über einen schmutzigen Sieg freuen. Hauptsache wir gewinnen überhaupt mal.
Außerdem kann Abstiegskampf genauso schön sein, wie der Kampf um Europa und nicht absteigen ist besser als Meister werden. Wer dabei war wird nie das 3:1 von Jürgen Wegmann gegen Fortuna Köln vergessen. Alles nur ein Frage der Einstellung.
Wir können den Abstiegskampf eh nicht verhindern. Dann lasst ihn uns wenigstens genießen.
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